Labels
- 12tel Blick
- 30 tage projekt
- 5 fragen am 5.
- adventsmailart
- Bilder Ping Pong
- Bücher binden
- collagentreffen
- essen
- eye poetry
- Färben mit Pflanzen
- Ferien
- Fortbewegung
- Frauen
- frühlingsmailart
- Fundstücke
- fünfminutencollagen
- Garten
- journal
- Kleinste Gärten
- kopfsalat
- Leben
- leselisten
- mustermittwochs
- mut zur farbe
- naturdonnerstag
- ornamente
- papierliebe am montag
- Saatgut
- sketchbookrevival
- sommermailart
- Stadt-Land
- tell a story
- tja
- typo
- unterwegs
- Vor meiner Tür
- weekend reflection
- zu Daten&Schutz&Impressum
Samstag, 25. Februar 2023
die wagen ihrer mutter
mit dem zug in die alte heimat
mit dem zug in die alte heimat
jeder gang ist ein neuer gang. ein nachgetragener text aus dem januar.
jeder gang ist ein neuer gang*
Sonntag, 19. Februar 2023
Monatsspaziergang
Die liebe Kristina von "am liebsten bunt" lädt allmonatlich zum Spazierengehen ein.
Mensch ist sozusagen eingeladen, wie sie schreibt, "ein Stück der Umgebung in der ich mich gerade aufhalte, fotografisch zu dokumentieren. Dabei möchte ich versuchen, genau hinzuschauen, Schönes in Alltäglichem zu sehen und Details zu entdecken, die sich festzuhalten lohnen."
Nun denn. Seit Monaten will ich mitmachen und verpasse es ebenso regelmäßig. Letzte Woche dann auf dem Heimweg Handy in der Hand statt im Rucksack. :-)
Einer meiner Wege nach der Arbeit führt mich, wenn ich möchte, am Rheinufer, an der Dauerbaustelle Nordmole entlang.
Stilleben vor der Feuerwehr
Der Anblick des baumlosen Ufers ist immer noch ein Schock. Diese Leere!
2017 hab ich den jüngsten der drei Bäume schon mal gezeigt
Jetzt nur noch Stummel. Es tut weh. Vor allem frage ich mich, ob die Fällaktion auf der Uferseite notwendig war, ich dachte nicht, dass diese auch bebaut werden sollte...
Große Traurigkeit. Drei großgewachsene Platanen weniger. An einem Ort, an dem eh kein Strauch, kein Baum, kein Schatten ist.
Ribbelige Wasserhaut.
Innenmole.
Einer der drei alten Kräne, früher war hier der Zollhafen, die stehen bleiben. Die Menschen sitzen, stehen, gehen, schlürfen Sonne. Es ist so ein ganz freundliches Nachmittagsgwusel und im Sonnenlicht richtig warm.
Kaimauerfundstück...
Börsentown
Sonntag vor 1 Woche aus Gründen die Familie nach Frankfurt verschleppt. Geburtstagswunsch: Senckenbergmuseum. Überraschung: Alle kamen mit. Froi.
Davon gibt es keine Fotos, weil: Sonntag und Winter = Museum = VOLL UND LAUT
Danach entnervt, frischluftbedürftig und hungrig Stadtspaziergang und auf dem eisernen Steg Himmelsspektakel fotografieren.
Der Rest war Pizza, langsam bessere Laune, Heimfahrt, Himbeerquarktorte (hmpf, schleck, inhalier)
Kommentar Kind 2 (das mit mir das Landesmuseum Wiesbaden samt dessen Naturkundeabteilung sehr liebt) : Dioramen und Schaukästen sind ziemlich "angestaubt" bis naja, Pelz und Federn lassend, das ist in Wiesbaden kleiner, aber viel schöner präsentiert. Stimme 100% zu.
Schön: Tiefsee, Wale und Dinos. Großes Kino. Und der Nachbau des Korallenriffs!
Donnerstag, 16. Februar 2023
die letzten Tage so....
Was gibt es lekkereres an einem Wintertag, der zwar nicht schneereich&frostig, sondern nur nieselregnerisch&usselig kalt ist, als den Sommer aus der Tiefkühltruhe zu holen und in den Topf zu werfen?
In unserer Rigaer Ferienwohnung hab ich am vorletzten Urlaubstag im Sommer aus kleinen aromatischen Marktheidelbeeren mit Zucker und Zimt eine Tasse Marmelade gekocht, die auf lettischen Bröselquark getropft einfach umwerfend schmeckte. Quark dort hat die Konsistenz unseres Hüttenkäses/gekreuzt mit Schichtkäse, ABER, salzlos, und in allen Nass- bis Trockengraden von streichsanft bis schnittfest. So was von lekker. Kannste backen, kochen, aufs Brot streichen und ist mit Obst einfach ne Wucht.
Heute gab der Kühlschrank lediglich eine Handvoll TK Heidelbeeren her, deren lahme Süße nicht annähernd an das
Aroma frischer wilder kommt, aber gedopt mit Blutorange und einem Hauch Zimt wird es dann doch hmmm, fingerschleck und auslöffel... Ich träume mich zu den Rigaer Markthallen im Sommer.
Der Liebste hat alle Fernleihen für mich bestellt (schliesslich arbeitet er in einer Bibliothek, ne) und jetzt lese ich mich endlich durch Carolin Emckes "Journal", Sinthujan Varatharajahs "an alle orte, die hinter uns liegen"; Mohamed Amjahids "Let's talk about sex, Habibi" hab ich schon durch (Köstlich. Witzig. Erkenntnisreich)
Bei Emcke möchte ich am liebsten mit Heft und Stift danebensitzen, ich mag ihre Sprache, ihre Rück- und Vorverweise, die Art, Schlüsse zu ziehen, längs und quer zu denken, etwas sozusagen öffentlich denkend einzukreisen, zu umkreisen, von vielen Seiten zu betrachten, in Frage zu stellen und sich einer Idee, einer Lösung, einer Frage, einem Empfinden, Fühlen, Wahrnehmen kreisend, fragend, reflektierend, bezugnehmend zu anderen Denker:innen, zu nähern.
Emcke wie Varatharajah und Amjahid folge ich schon länger auf IG, kluge Menschen, deren öffentlichem Nachdenken ich gerne hinterher- und mitdenke. Genauso wie Kübra Gümüsay und Theresa Brücker, Emilia Roig, Hadija Haruna-Oelker, Max Czollek, Amani Abuzahra und Ezra Karakaya aka Karakayatalks. Menschen, die unsere Gegenwart ausloten, sich und uns neu verorten, andere Rahmen abstecken, Horizonte erweitern, Sozialisation und Rassismen und dort verinnerlichtes ins Licht stellen und hinterfragen. Menschen, die mich, die uns lernen lassen.
Mit einer Freundin treffe ich mich, Michaela Müllers "Stoff trifft Papier", das ebenfalls per Fernleihe eintrudelte, zusammen durchzuschauen, ein, zwei Projekte auszugucken und dann gemeinsam bei Boesner zu versacken..... Mal sehen, was wir umsetzen werden. Der Nachmittag ist jedenfalls sehr lustig und lenkt mich von Migränewummer und Jobärger ab. Danke B!
Ali Manning & Amy Maricle veranstalteten einen workshop zusammen, japanese stab binding und botanical illustration - es war sehr nett, ich habe ein mir gefallendes Buch gebunden und mit Bambuspinsel und chinesischer Reibetusche, später mit Phtalatgrün von Klinger&Rohrer herumgespielt, aber das Projekt hat einen großen Haken: Sie haben die Vorgabe fürs Paper viel zu dick gemacht. Dadurch, dass sich bei dieser Bindung die Seiten nicht plan aufschlagen lassen - insbesondere bei dem kleinen Format und 120 g Papier und 24 Seiten! - kann man ab Blatt 15 kaum mehr das Buch öffnen, um darin zu malen. Es braucht zwei Klemmen und dicke Beschwernisse, um die Seiten offen zu halten, die eine fatale Neigung haben, während frau rumpinselt, mittendrin zuzuklappen...
Später hab ich noch eins gebunden, aber die Bögen vorher beschrieben/bemalt und es verschenkt. Nur zum Gucken ist es ja schön. Zum drin arbeiten halt nicht.
Die Stabbinding journale, die mir eine Freundin aus Japan mitbrachte, sind allesamt aus zartem Reispapier, jede Lage mit dem Falz aussen, so dass es verbundene Doppelseiten sind, genäht wird auf der offenen Seite. (Da hätte dann wahrscheinlich die Tusche durchgeblutet.)
Der Mann kommt heim, Fahrradsturz, Kinn blutet, Hand geschwollen, Knöchel blutig und dick, Schulter verplotzt. Gulli frisst Vorderrad. Scheissspiel.
Passen Sie auf sich auf, feiern Sie schön, falls Sie feiern, vergessen Sie die Erdbebenopfer nicht und nicht die Gefangenen im Iran, wir dürfen nicht nachlassen.
Mittwoch, 8. Februar 2023
Es ist hell!
kalter morgen im februar
die sonne liegt noch unter'm horizont
aber der himmel! der himmel!
ach diese farben.
flugzeuge kratzen
sonnenstreifen frei aus zarten orangerosa, geschichtet unter aprikosengold,
das weiter obenhin verblasst, sich auswäscht in lichtes weissgrau, zerfliesst
und hoch
hoch oben ist die kuppel
hell, so hell!
die luft steht still. alles ist überscharf in diesem licht.
scherenschnitte schwarz vor dem mattbrennenden gold,
filigrane baumkronen, jede platanenbommel, jeder kleinste zweig,
hingetuscht die kugeln der brückenlaternen,
die möwen schwarze schiffchen, gespitzte heckfedern auf spiegelndem fluss.
ich trinke das leuchten
lasse mich
auffüllen damit
bis zum rand.
danke und segne das licht
immer wieder
das licht.
die pfützen sind gefroren.
23.000 sind gestorben, in syrien, kurdistan, türkei,
erdbeben, nachbeben, verschüttet, erfroren im frost, unter trümmern,
ohne hilfe, ohne obdach, ohne trost, ohne wasser, wärme, medizinische hilfe, ohne strassen und erdogan bombardiert die erdbebengeschüttelte region kurdistan weiter! wo ist der aufschrei der welt?!
während ich hier
gedichte
über den himmel schreibe.
8.-11.2.2023
spenden an https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/spenden/erdbeben-tuerkei-syrien
https://molhamteam.com/de/campaigns/439
https://www.redcross.ch/de/unser-engagement/news-und-geschichten/erdbeben-roter-halbmond-und-rotes-kreuz-helfen-in-tuerkei-und-syrien
Wichtige Hilfsorganisationen für die kurdischen Gebiete, in denen die Türkei kaum hilft (heisst es von Einheimischen dort) : Heyva sor a kurdistane eV https://www.heyvasor.com/de/banga-alikariya-lezgin-ji-bo-mexduren -erdheje/
ebenso an medico international https://www.medico.de/kampagnen/spendenaufruf-nothilfe-erdbeben











