Posts mit dem Label adventsmailart werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label adventsmailart werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 21. Dezember 2022

Adventspost Sternenzelt und Glanz

 

Tabea und Michaela vom Postkunstwerkblog haben wieder ein zauberhaftes Adventspostkunstthema ausbaldowert: Sternenzelt mit galaktischem Farbverlauf.

Mit sensationellen über 200 Teilnehmenden !

Ich bin in Gruppe 8 gelandet, 2. Dezember. Huh, das hiess sputen. Ideen sammeln, Techniken ausprobieren, hmpf. 

Die Teleskopaufnahmen aus dem gigantischen Weltraum in ihrer Farbpracht haben mich in ihren Bann gezogen. So "fast schwarz" wollte nicht an mich ran....

Schliesslich hab ich alle Karten aquarellig mit Acrylfarbe bemalt, betupft, eingesuppt, nach der Trockung mit Sternen bestempelt, mit Kreisen, die ich zart mit Gesso weiss+gold ausfüllte und am Ende mit verdünntem Gesso Sternennebel aufgespritzt. Rand drumrum mit Fettblackliner. 

Da ich nicht unbedingt Papier kaufen wollte, sondern den Fundus von Mutter aufbrauchen, hatte ich das Kreuz, dass das vorhandene Papier nicht passte. Ich hockte am Ende mit einen Haufen Verschnitt da. Damit erklärt sich, weshalb die Rückseiten meiner Karten tetrisartig äh nö eher tangramartig mit Verschnittstücken beklebt wurden zu Festigung des ganzen... 

 


 
 
Ein paar Nordlichter
haben sich dazwischengeschmuggelt. 
 








Es hat großen Spaß gemacht! 
Großen Dank wie immer an Tabea und Michaela für die grandiose Orga und an alle Sternenzauberinnen meiner Gruppe - Ihr seid galaktisch!! 
 
Auf insta werd ich ein video laden mit den erhaltenen Karten, wenns mal klappt.... einhändig einfingrig am pc arbeiten ist schwierig, zum Glück war dieser Post hier schon länger abgespeichert.


 

Sonntag, 30. Dezember 2018

AdventsPostKunst Teil 3

Die Adventspöschte sind alle da, nein, die 25 fehlt noch. 
Die meinigen sind jedenfalls (glaube ich) alle angekommen, also hier ein Schnelldurchlauf über die Entstehung.
Jede Menge MarkMaking Blätter gedruckt hatte ich.
Dann zerschnibbelt.
Zu Collagen gelegt. 
Überdruckt mit neuen Marks. 

Voila: 




Material für die Spuren:

 
Tusche, Schilfgras, Negativdruck Johanniskraut

 Feder, Senfstengel, Pappe, Radiergummi

Fadentechnik,  Negativdruck Gras, Positivdruck Senf, Pappestücke, 
Schafgarbe - mal für wilde Kringel, mal für kleine Tüpfchen

die Flügelchen sind Ahornnasen


Radiergummitupfen über Collagen..... 
Pflanzenstengel und -stücke gaben Muster, Blätter, ganze Samenstände wurden gedruckt oder sonstwie damit übers Papier gekleckert. Ich hab gewutzt und gespielt und schlussendlich eingesehen, dass ich es nie im Leben schaffe, 30 annähernd ähnliche Karten hinzukriegen, also hab ich den Plan komplett über Bord gekippt und was rauskam, habt Ihr ja erhalten. 

Liebe Tabea und Michaela, vielen Dank für die Idee und Organisation, es war wieder eine große große Freude!

Samstag, 22. Dezember 2018

AdventsPostKunst 2018 Teil 2

Die Adventspöste trudeln weiter ein und machen weiter Froide und Herzhüpfen. 
Hachz, die Aktion versöhnt mich jedes Jahr mit dem Jahresendwahnsinn im Büro. 

Wobei, manchmal sind auch unsre Kunden einfach wundervoll. 
Einer meiner Lieblingskunden, ein junger afghanischer Mann mit einem Lächeln, das selbst durchs Telefon strahlt (die Sonne geht auf) rief an meinem letzten Tag an "Frau Eva, wie geht es Ihnen?" - sagste da noch was? Nee, sagste nix. Freuste Dich. Wir machen und tun, was zu bearbeiten ist, man wünscht sich das und dies zum Jahresende, zum Fest, und was wünscht er mir: Glücklichkeit. 
Glücklichkeit, Frau Eva. 
Was will ich mehr. 

Wie sagt meine liebste Kollegin: Wir haben die besten Kunden der Welt.   
Danke.

So, nun aber zu den Adventspöschden. 
Sie sind jede für sich Ausdruck der sprudelnden kreativen Individualität all der teilnehmenden Frauen, wofür ich Euch Allen danke und worüber ich mich jetzt mehrere Wochen jeden Tag am Briefkasten kullerig gefreut habe! 



von links nach rechts und von oben nach unten

Gudrun (ohne insta/ ohne blog) hat eine tolle Karte mit "Leipziger Schwarz von Rohrer und Klingner", wie sie selbst schreibt, "ein Schwarz mit Grünstich", gemarkt, bei der die Tuschetropfen, bei denen das grünstichige Schwarz sogar rot glimmt, mich am meisten faszinierten. Man muss die Karte im Licht bewegen, die Farben sind toll. Die Streifenzacken am oberen Bildrand sind aus Birkenrinde! 

Die labyrithische Karte daneben ist von Katharina, die die Bilder unserer Gruppe in ihrem Schaufenster ausstellt - guckt mal bei insta bei ihr vorbei! Sie hat geprägte Sterne bei, so schön!

In der nächsten Reihe ist links eine meiner Karten, ich hab aus all den gedruckten Mark-Bögen Collagen geschnitten, wiederum marks gesetzt und 30  tatsächlich vollkommen verschieden Karten gebaut. 

Rechts ist eine liebevolle ausser-Konkurrenz-Karte (wie sie selber schreibt) von Eli gekommen, Planeten, Wolkenschaum und Sterne (Pferdekopfnebel), ein himmlisches Markmaking, was mich sehr bezaubert! 

Untere Reihe links ist ein Linoldruck von Petra (ohne Blog/Insta) - nein nein nein, ich zeige hier keine 24, sie hatte die 21 und ein fröhliches "nur noch drei türchen" hinten drauf geschrieben. 

Die letzte Karte, die Ihr seht, ist auch "ausser Konkurrenz" von Mano, mit aufmunternden roten Punkten wie Ausrufezeichen, wie der Frühling, der mit 12°, Sturm und lärmenden Vögeln und Iris im Blumenkasten schon 10 cm hoch, hier grade schon losgeht. Wie fröhlich die roten Punkte mich machen! Danke. 





Gestern abend hab ich im Galopp (zum Glück liegt hier oft schon zugeschnittenes und gestecktes Papier in fertigen Lagen rum)  noch ein Buttonhole gebunden, das ich um 17 Uhr 10 in den sehr vollen Briefkasten fallen liess - um 17.15 wird er geleert! Uff. 


Das Bezugspapier sind handgeschöpfte Origamibögen aus Lokhtapapier - zu klein, den ganzen Umschlag damit zu beziehen, aber bei Buttonholes darf man Gegensätze zusammensetzen. Grins. 

Darf ich Euch noch wen vorstellen? 

 Das ist Evas wunderbarer Gessoman, den sie mir nach meinem Kommentar "He is the Retter of the Schiefgegangenes" geschenkt hat! Liebe Eva! Danke! 

Und weil es draussen sooo frühlingshaft ist (nein, weil der Tiefkühler aus allen Nähten platzt) hab ich heute den Sommer aufgetaut und eingekocht: 


Johannisbeermus! Viiiel schwarze (weswegen ihr hier nur ein sehr dunkles Bild seht) rote und weisse und Himmelbeeren auch. Zum Noisetze. Nom nom nom. Weil der Trester aus der flotten Lotte immer noch so umwerfend nach schwarzen Jojobeeren duftete, hab ich ein paar Esslöffel voll mit Esig aufgegossen, lasse das Ganze ne Weile ziehen und filtre dann ab. Mal schaun, wie's mundet.

Treibt's bunt! (Das s-w markmaking ist auch fast vorbei....)

Dienstag, 18. Dezember 2018

AdventsPostKunst 2018 Teil 1

Mark Making im Dezember ist die diesjährige Postkunstwerkaktion, die uns vom 1.-25.12. Briefkästen voller Karten beschert. 

Nun ist schon der 18., ich bin am 20ten dran, was heisst, meine Karten fahren grade im Land spazieren und ich hab endlich bisschen Luft und kann Euch zeigen, was von den anderen Postkünstlerinnen hier schon eingetrudelt ist.

Schätze, ich sag's Euch, Schätze! 

 Die oberen Vier sind Geschenke die ich ausser der Reihe bekam:


Von links nach rechts und von oben nach unten:
Den Anfang machte Eva's Tupfenkarte, die allererste mark making Karte, die ich in der Hand hielt, bevor ich selber anfing und ich dachte nur, wow, das sieht ja klasse aus. 

Dann schickte mir Andrea eine herrliche Collage, der ein roter Faden übernäht war, damit ich selbigen nicht verliere. Hurra und kicher. Besonders fein: Die Fadentechnik, die hier schlaufige Pilzgebilde malt. 

Von Ulrike kamen starke schwungvolle strukturierte Bögen, super dynamisch und sehr reizvoll in ihrer Reduktion. Die Kringelchen wie kleiner Wald unter Nordlicht....

Ghislana beschenkte mich mit einem Bogen ihres tollen gebatikten römischen Marmors, den ich als verheissungsvolles Schneegestöber sehe. 

Ach Mädels, was freu ich mich und ich danke Euch!! 

In der Reihe darunter gehen nun die Gruppenmarks los:

Susanne (ohne blog/insta) gestaltete einen dunklen Winterhimmel, an dem die Sterne aufgeknüpft wie an Wäschefäden zum Trocknen hängen, das ganze mit einem witzigen Gedicht. Große Freude! 

Iris hat mich kurz nachdenken lassen, was denn die Postkunstphilosophie war, mich verwirrte das grüne Papier und zudem war es zu dünn und die Aufkleber mit Text und Adresse lieb gestaltet aber schlecht verklebt, so dass leider etwas eher zerrupftes ankam. 

Der große Friedensvogel ist von Eva Maria (ohne blog / insta) und man hört fast seine Flügel rauschen, während sich Kerzenlicht im Peacezeichen spiegelt. 

Rechts tummeln sich Sterne und Kirschblüten von Margit zum Barbaratag mit herrlich verschiedenen marks, ziemlich cool!


 

 wieder von links nach rechts, von oben nach unten.

Weiter gehts mit einem eleganten Dreiklang von  Silke (ohne blog/insta), chic aufgefädelt.

Daneben  ein witziger Winterwald von Kathrin, in dem das Fensterchen der Sechs kleine gefüllte Stiefel verbarg. Süß die Idee, und sie hat den Transport überstanden! 

Alexandra (ohne blog/insta) schickte genähte Marks, unterschiedlich in Garn und Farbe, wobei die Nadelstiche im Papier schon eigene marks setzen.

Die Sterne und Kometen überm Winterwald sind von Birgitta (ohne blog/insta), die mich zudem mit feiner Kalligraphie erfreute! 

In der Reihe darunter eine wilde Collage von Petra (ohne blog/insta), die das Schwarz, das kurz am Rot vorbeilief, vortrefflich unterbrachte.  

Direkt darunter eine zarte fast zerbrechliche Winterlandschaft von Steffi (ohne blog/insta) mit kleinen Vögelchen, die den Winter versprechen....

Rechts davon hochkant die tolle Zehn von Kerstin
Diese Karte hat mich echt begeistert! 

Daneben Martinas (ohne blog/insta) Stern in Lagentechnik, haptisch eine tolle Sache, auch genäht. 



 Von links nach rechts und wieder oben beginnend:

Eine Karte von Thea, die an Holzbockspuren im Holz erinnert oder Wurzeln in schwarzer Erde, sehr geheimnisvoll. 

Rechts davon Juttas (ohne blog/insta) Schriftenmarks, spannend, wie unterschiedlich Schreiben sein kann - und in der Mitte Nebel...

In der nächsten Reihe Simones fröhliche Spirograph und Malmaschinenmarks.

Hanna liess ihr Auto im Schneetreiben stehen und die Karte verblüfft mit fetten Strukturen. 

Wibke schickte wunderbirbelnde Winterzeit mit schwarzem Schwarz, schwarz, das Blau verschluckt hat, changierendes Graublauschwarz.... fein. 

Bezaubernd schön die Marks von Katrin durch Muster, durch Kreise, durch Wellen gestrichelt, fliessend, tüpfelnd laufend. 

Ihr lieben Mitposchtküntschlerinnen alle, ich bin begeistert und entzückt
und danke und verneige mich vor der geballten Kreativität, die den Dezember durchzieht. Hachz, es ist einfach schön!

 

Donnerstag, 28. Dezember 2017

Adventsmailart zweiter Teil

Nun hab ich endlich einen Schluck Zeit, die weiteren schönen Adventsmailartkarten zu zeigen und die Entstehung meiner eigenen.



Oben links die 14 kommt von Bärbel (ohne Blog), den Goldglanz sieht man auf dem Foto leider nicht.
Oben rechts eine Extrapost von der lieben Frau Frosch - juchz! Danke!!
Mitte links ist eine komplette Stoffkarte, aus vielerlei Streifen genäht und zur Sicherheit im Kuvert versandt von Anette (ohne Blog - leider. Die Entstehungsgeschichte würde ich gerne sehen können). Ein Farbenschätzchen.
Mitte rechts von Tabea (ohne Blog) eine brennende funkelnde Karte mit Gold - wunderschön. Sie hat mit Blattmetall gearbeitet, sagt sie, es sei die günstigere Variante, in gut ausgestatteten Bastelläden erhältlich. Und es hat den Versand gut überstanden.
Unten links die 19 mit Schiebetechnik von Karin (ohne blog),  zieht man an "ziehen", taucht statt der 19 Frohe Weihnachten auf - eine geniale Idee, die sogar das ruppige Vorweihnachtspostaufkommen gut überstanden hat (dank Zebratape, kicher) 
Unten rechts eine Sternenkarte, die Frauke mit festlichem Goldglanz veredelt hat.  

Ich fange auf der linken Seite an: Oben eine Streifenkarte von Ute in vielerlei grüngraublau und silbernen Tönen, sehr konsequent in einer Farbfamilie. Sie schillert, was das Foto leider nicht wiedergeben kann.
In der Mitte Katrins Rabe, der mich sehr fröhlich machte!
Und unten eine Extrakarte von der lieben Ulrike - froi fräu freu. Danke!!
Rechts die 13 ist eine witzige Idee von Kerstin - Strichcodeadvent. 


Oben links ein zauberhaftes Vollmondbild von Ruth (ohne Blog) mit einer Zeile von Härtling: Der Mann im Mond geht ohne Fuß und singt, 
weil die Wolken hinter den Gebirgen Farben mischen. 
Rechts davon Marinas Streifenkarte (ohne Blog) in winterlichen frischem Farbklang. 
Die goldene 23 ziert Elviras Extrapost - juchz! Danke!
Daneben die 24 von Ela - eine Sinfonie in gold und violett!!
Extraweihnachtskarten gabs noch von Elvira und Birgitt. Weihnachtsbaumvariationen. 
Vielen Dank Ihr Lieben!

Die Adventsmailart hat wie immer große Freude gemacht, vielen Dank an Tabea und Michaela für die Organisation! Die Freude Tag für Tag die unterschiedlichsten tollen Karten aus dem Kasten zu nehmen ist unschlagbar. Ihr lieben Postkünslerinnen ich danke Euch Allen von Herzen! 

Noch hängen kleben nicht alle....

* * * * * *


Da wir eine große Gruppe sind, hatte ich die Karte mit der 25 zu gestalten. 
Tabea und Michaela hatten Ela die 24 zugeteilt, die ich als sehr begabte Perfektionistin kenne, also entschied ich mich (nach dem ersten Schreck - ich, die 25, nach Ela??) aus der Reihe zu tanzen. Bloß keine geraden Streifen dachte ich und weil ich in den immer kürzer werdenden Tagen immer so lichthungrig bin, sollte es ein Himmelsbild werden. 

Und Wellpappe wollte ich nehmen, etwas stabiles. Plünderte die Altpapiertonne, mein Mann steuerte noch leere Kartons bei und mein Zimmer sah einen Nachmittag lang wie ein Schlachtfeld aus der Tonne aus. 

Erst hab ich experimentiert mit Wachsmalkreiden, mehr oder weniger mischbar, aber so recht überzeugt hat es mich nicht. (hab sie garnicht fotografiert, obwohl auch von denen ein paar auf Reisen gingen). Pinsel rausgeholt.

Jede Karte weiß grundiert mit Linolfarbe, weil diese länger feucht bleibt und beim Auftragen anderer Farben sich wieder leicht anlöst, womit alles eine pastose weiche Farbigkeit bekommt. 
Mix aus Acryl- und Linolfarben. 



In Schichten gemalt. Gelernt, wie sich Acryl und Linolfarben übereinander gelegt verändern, mutiger geworden. Nach der zehnten oder so die ersten nachgefärbt. Wie bei jeder Mailartaktion Mut, Idee und Lernen und versuchen, dem nahzukommen, was der Kopf sich so vorstellt... Mich mit Freude in die Himmel stürzen.


Ich hab einige Nachmittage / Abende gebraucht. Das geht nur mit entsprechendem Soundtrack, lach. Ich habe also ein paar Abende ausgiebigst Musik geschlürft. 
Hier die Playlist (für Dich Ulrike!)
Arte. Live Konzerte. Bachar mar Khalife`s Eurockeennes Konzert. Mit einer nubischen Sängerin; mit dem Oudspieler und der Schlagzeugerin, die mit OUM auf Tour sind.
Jordi Savall's Konzert über Jerusalem - arabische, christliche, jüdische Musik und Texte, palästinensische, griechische, türkische, armenische, israelische, syrische Musikerinnen und Musiker - ein Konzert von 150 Minuten, das ich über zwei Abende verteilt hörte. Schofarbläser!! Beim Lied der Toten von Auschwitz von Shlomo Katz, gesungen im komplett dunklen Pierre Boulez Saal, nur eine Kerze brennt, legte ich weinend die Pinsel weg.
Beim Applaus am Ende der über zwei Stunden vielfältigster Musik laufen auch wieder die Tränen. Das Konzert haut einen weg. 
Silvia Perez Cruz, ein open air Konzert mit Streichquartett und Flamencotänzerin, wow!  
Was noch? Gregory Porter und Metronomy. Avishai Cohen. 


 Sammelsurium? Vielfalt! Ohren auf und reinstürzen. Wenn der Rücken weh tut oder der Arm von der 20ten Adresse, aufstehen, tanzen. Werden auch wieder die Füße warm. 

Da waren sie nun alle.
Und die Adressfelder hab ich mal geweißt, mal nicht.



Ich wünsche Euch allen einen guten Jahresausklang, Entschleunigung in den Tagen zwischen den Jahren, 
einen guten Rutsch und ein spannendes liebevolles erfolgreiches lebendiges inspirierendes 
lichtvolles begeisterndes buntes gesundes


Jahr 2018!!




Dienstag, 12. Dezember 2017

ja is denn scho weihnachten??

Kam mir heut so vor.



Mein Briefkasten war soo voll heute!  Hachz, ich bin ganz ganz glücklich!!

Erst mal kam Adventspost, und die zeig ich jetzt mit den in den letzten Tagen eingetrudelten Karten zusammen, eine schöner als die andre!


Ausser der Reihe und wunderschön hat mir Lisa eine Ramilleta geschickt links oben - oh ist die fein. Ich freu mich, sie kommt auch gleich ans Fenster! Vielen vielen Dank!

Rechts davon die silberblauedle Streifenkarte von Franziska (ohne blog) , die es leider völlig nassgeregnet hat, ich musste sie 2 Tage trockenpressen... die Karte ist toll, nur die Schrift ist leider weggeschwommen....
In der Mitte links die Karte von Karin, ein goldener Traum! Daneben eine Violettvariation
von Angelika mit einer lustigen Adventskatze als Absender, hihi.
Unten links sehr zart von Steffi  getreifte Adventsworte und unten rechts noch was herrlich buntes von Ilona.  Ihr wunderbaren Postkünstlerinnen alle: Vielen vielen Dank!!
Ich muss es einfach noch mal sagen, Leute, Ihr macht mich glücklich. Den Briefkasten zu öffnen macht nie so viel Freude und Herzhüpfen wie bei den PostKunstProjekten. Und 24 Tage lang!

Herzhüpfen macht auch dieser kleine freche zweizähnige Kerl von Eva !


Frech wie Dreck, schnell wie die Hamster, und verfressen! Hier liegt alles voll mit Schockikrümeln! Eva, den zu gewinnen war ein Sechser! Ich liebe Deine Monster und dieses hier wird mein Zimmertürmönschterli! Unbedingt!

Und ein Mönschterliweihnachtsbüchlein als Draufgabe - ich bin entzückt!


Danke !!!!
Deine Monster sind unschlagbar.

Ein ganz fantastisches Geschenk schickte mir meine Freundin Petra aus Berlin.

Nepalesisches Origamipapier, handgeschöpft. Loktapapier in überwältigenden Farben, Mustern und überhaupt. Ich weiss garnicht, was ich sagen soll. Ich nehme die Bögen wieder und wieder in die Hand. Wunderschön.










*  *  *

Am Nachmittag hatte ich ausser einem sagenhaften Licht einen kleinen Anflug von Hitchcocks Vögeln.

Die Rabenkrähen scheinen die Baustelle mit Erdaushub und Pfützen zu lieben. Alle Erdhaufen hocken voller schwarzer Kerle, die Krempel sammeln, in den Schnäbeln herumtragen, baden gehn - es ist so irre!
 Badewatz!







Freitag, 8. Dezember 2017

Freitag

Es wundert nicht, wenn die arabische Welt nach dem Friedensgebet Krach schlägt. Der Amerikaner mit dem gelben Haar hat, wie ein Reporter gestern sagte, einen Kanister Benzin in ein ohnehin zündelndes Gebiet geschüttet. Was ihn dazu geritten hat, versteht kein Mensch. Ich bin schlicht fassungslos über sein Verhalten. Das Interview mit Lizzie Doron in der SZ spricht mir aus der Seele.
Ich verweise auf die weisen Worte, die Uri Avnery niederschreibt, aus einem gemeinsamen Manifest, das Uri Avnery und Faisal al-Husseini vor etwa 20 Jahren verfassten: Das Manifest ist überschrieben:

„Unser Jerusalem“. Es begann mit den Worten: „Jerusalem gehört uns, Israelis und Palästinensern, Muslimen, Christen und Juden.“

Weiter: „Unser Jerusalem ist ein Mosaik aller Kulturen, aller Religionen und aller Perioden, die die Stadt bereicherten, vom frühesten Altertum bis zum heutigen Tag: Kanaaniter, Jebusiter und Israeliten, Juden und Hellenen, Römer und Byzantiner, Christen und Muslime, Araber und Mameluken, Osmanen und Briten, Palästinenser und Israelis.
„Unser Jerusalem muss vereinigt bleiben, für alle offen sein und allen seinen Bewohnern gehören, ohne Grenzen und ohne Stacheldraht in seiner Mitte.
Und die praktische Schlussfolgerung: „Unser Jerusalem muss die Hauptstadt der beiden Staaten sein, die nebeneinander, Seite an Seite in diesem Land leben werden – West-Jerusalem, die Hauptstadt des Staates Israel und Ost-Jerusalem, die Hauptstadt von Palästina.“

Was mich ausserdem so wütend macht, ist Deutschlands bodenlose Schwachbrüstigkeit gegen Israels völkerrechtverletzende Politik. 
Zwei Mio Menschen leben im Gazastreifen, der ein riesiges Freiluftgefägnis ist und der allen Prognosen nach spätestens 2020 wegen Versalzung des Wassers nicht mehr bewohnt werden kann. Wo sollen die Palästinenser denn hin? Liebes Israel, sie lösen sich nicht in Luft auf!
Ich wage es kaum, mich Lizzie Dorons Hoffnung auf ein versöhnendes Chanukka anzuschließen, dass es durchs Tr*mps Benzinkanister nicht zu einem neuen Krieg kommt. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt...


*  *  * 

Heut früh hatte der Himmel nach einer stürmischverregneten Nacht ein so schönes gläsernes Blau, so dass ich mit der Kamera im Fahrradkorb losfuhr.

Der Mond schwimmt in der Hofkastanie.





 Platanenallee - Blick nach Osten.
Und hier geblickt nach Westen, das Frühlicht im Rücken.

Ich liebe es, wenn sich die Farben aus dem Dunkel schälen. Die scheckigen Stämme der Platanen. In den Wipfeln der Pappeln im rötlichen Gezweig schimmerts golden. Es ist zwar schon Freitag, aber ich schubs die Bäume noch schnell rüber zu Ghislanas Naturdonnerstag.

Der Himmel hat  S T R E I F E N. Hachz. 

Und in den Pfützen doppeln sich Baustellengetüme und rollen zu den weekendreflections.


* * * 

Die Adventspost ist bereits am achten. Ich hab heute schon die 13 erhalten! Was hier eingetrudelt ist, zeige ich (die 13 noch nicht, klar, ne) - nicht in der Reihenfolge, das krieg ich nicht hin.


Angefangen links oben mit einer voradventlichen herbstlichen Karte von Eli, die mich seit Monaten zur Gelliplate anstiften möchte! Gelungen! ...die Anstiftung, meine ich. Vielen Dank Eli! Ihr Umschlag mit brush lettering ist ja auch der Hammer.  
Grünpinkundsilbersternig kam dann die erste Karte von Stefanie - ohne Blog. 
Darunter eine tolle Streifencollage von Biggi - ohne Blog.

Hier seht ihr oben die Zwei von Alex und darunter die zarten genähten Stöffchen der Hansedeern Marion.Maritim! Da kriegste Meerweh...
 
Der Streifenstern der aus den Streifen lugt kommt von Martina - ohne Blog aus der Schweiz zu Nikolaus. Die leuchtend weihnachtsrotgrüne Streifenkarte ist von Rita - auch ohne Blog.
 

Die genähten Karten schiessen den Vogel ab! Michelle  hat eine wundervolle Karte zusammengestellt! 
Darunter schwelgt - ich kann es leider kaum lesen! - vermutlich Mechthild 
aus Würzburg (??) - ohne Blog - in ihren "langweiligen" Farben, wie sie selber schreibt. Garnicht langweilig!  
Ach Leute, Ihr macht mich jeden Tag glücklich! Briefkasten öffnen, freuen. Es ist einfach so schön! Danke Tabea und Michaela. 

Bei mir sah es gestern so aus: 


Ich hab mal kurz die Papiertonne gefleddert. Später die Pappen zugeschnitten und begonnen zu grundieren. Da ich bei uns die letzte bin, 25.12.! und Tabea und Michaela unserer Perfektionistin Ela vom Papiergemetzel die 24 zugeteilt haben, werde ich mir erlauben, als Letzter in unserer Liste ein wenig aus der Reihe zu tanzen. Trotzdem müssen ja alle bis 20., 21. Dezember in den treuen gelben Kasten.

Wobei, ich geb sie lieber ab. Als ich neulich meine Füschekarten zur Post brachte, brach helles Entzücken hinterm Schalter aus. Die Jungs waren ganz hin:"Darf ich mal gucken? Die machen Sie selber? Guck mal, guck mal Jürgen, haste sowas schon gesehn? Und sie machtse alle selber!" Ich hab so gelacht. 

Freu mich schon auf den Briefkasten morgen.....