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Samstag, 3. März 2018

unterwegs im schnee

Thymian

er lacht immer
Rose treibt

Hagebutten bemützt

Promenade I

Hundemarke


Möwen mark making

Ahorn

Quitte

mark making I

mark making II

mark making III
mark making birds

Greisinnenhaar

Riesenlego

auf den Stufen



weekend reflection for James!




behind the veil
Industriedenkmal
an der Eiskante


Eisgeometrien

im Kaninchenloch

Promenade II


Quitte

Eibe kurz vorm Blühen

an der Schnittkante

Glockenspiel I

Glockenspiel II



mach die augen zu
nicht fest, nicht kneifen
nur grade so, dass die bilder ausgesperrt sind
undeutlich
hinter den wimpern verschwimmen

mach die augen zu
lausche
werde ohr
der ganze schädel
wird ohr
lass deine poren geräusche trinken
spüre
mit ohren
wie rhabarberblätter so groß

wind
treibt
trocknes blattwerk vor sich her
flüstern und knistern

die brücke vibriert
unterm schritt
klingt das metall
unter dir
treibt das eis
ausläufer der strömung
schieben es an
brechen platten ab
die schieben und treiben
schaben die ränder
das eis sirrt, zwitschert
es singt

flügelschlag einer möwe
heiserer schrei
etwas tropft
die baustellenschleier rascheln im wind

eine bö zerrt an den hundemarken der bäume
klirrendes scheppriges misstönendes läuten

windgeschützt im springbrunnenrund
alle im gleichen winkel zum licht
ausgerichtet
kauern die tauben
mindestens hundert

schnee knarzt unter den sohlen
das ssswischsch dünner reifen zischt
an dir vorbei
etwas qietscht
etwas gurrt


soundscapes


2./3.3.2018

playlist: Shiya Fukumori Trio






Freitag, 8. Dezember 2017

Freitag

Es wundert nicht, wenn die arabische Welt nach dem Friedensgebet Krach schlägt. Der Amerikaner mit dem gelben Haar hat, wie ein Reporter gestern sagte, einen Kanister Benzin in ein ohnehin zündelndes Gebiet geschüttet. Was ihn dazu geritten hat, versteht kein Mensch. Ich bin schlicht fassungslos über sein Verhalten. Das Interview mit Lizzie Doron in der SZ spricht mir aus der Seele.
Ich verweise auf die weisen Worte, die Uri Avnery niederschreibt, aus einem gemeinsamen Manifest, das Uri Avnery und Faisal al-Husseini vor etwa 20 Jahren verfassten: Das Manifest ist überschrieben:

„Unser Jerusalem“. Es begann mit den Worten: „Jerusalem gehört uns, Israelis und Palästinensern, Muslimen, Christen und Juden.“

Weiter: „Unser Jerusalem ist ein Mosaik aller Kulturen, aller Religionen und aller Perioden, die die Stadt bereicherten, vom frühesten Altertum bis zum heutigen Tag: Kanaaniter, Jebusiter und Israeliten, Juden und Hellenen, Römer und Byzantiner, Christen und Muslime, Araber und Mameluken, Osmanen und Briten, Palästinenser und Israelis.
„Unser Jerusalem muss vereinigt bleiben, für alle offen sein und allen seinen Bewohnern gehören, ohne Grenzen und ohne Stacheldraht in seiner Mitte.
Und die praktische Schlussfolgerung: „Unser Jerusalem muss die Hauptstadt der beiden Staaten sein, die nebeneinander, Seite an Seite in diesem Land leben werden – West-Jerusalem, die Hauptstadt des Staates Israel und Ost-Jerusalem, die Hauptstadt von Palästina.“

Was mich ausserdem so wütend macht, ist Deutschlands bodenlose Schwachbrüstigkeit gegen Israels völkerrechtverletzende Politik. 
Zwei Mio Menschen leben im Gazastreifen, der ein riesiges Freiluftgefägnis ist und der allen Prognosen nach spätestens 2020 wegen Versalzung des Wassers nicht mehr bewohnt werden kann. Wo sollen die Palästinenser denn hin? Liebes Israel, sie lösen sich nicht in Luft auf!
Ich wage es kaum, mich Lizzie Dorons Hoffnung auf ein versöhnendes Chanukka anzuschließen, dass es durchs Tr*mps Benzinkanister nicht zu einem neuen Krieg kommt. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt...


*  *  * 

Heut früh hatte der Himmel nach einer stürmischverregneten Nacht ein so schönes gläsernes Blau, so dass ich mit der Kamera im Fahrradkorb losfuhr.

Der Mond schwimmt in der Hofkastanie.





 Platanenallee - Blick nach Osten.
Und hier geblickt nach Westen, das Frühlicht im Rücken.

Ich liebe es, wenn sich die Farben aus dem Dunkel schälen. Die scheckigen Stämme der Platanen. In den Wipfeln der Pappeln im rötlichen Gezweig schimmerts golden. Es ist zwar schon Freitag, aber ich schubs die Bäume noch schnell rüber zu Ghislanas Naturdonnerstag.

Der Himmel hat  S T R E I F E N. Hachz. 

Und in den Pfützen doppeln sich Baustellengetüme und rollen zu den weekendreflections.


* * * 

Die Adventspost ist bereits am achten. Ich hab heute schon die 13 erhalten! Was hier eingetrudelt ist, zeige ich (die 13 noch nicht, klar, ne) - nicht in der Reihenfolge, das krieg ich nicht hin.


Angefangen links oben mit einer voradventlichen herbstlichen Karte von Eli, die mich seit Monaten zur Gelliplate anstiften möchte! Gelungen! ...die Anstiftung, meine ich. Vielen Dank Eli! Ihr Umschlag mit brush lettering ist ja auch der Hammer.  
Grünpinkundsilbersternig kam dann die erste Karte von Stefanie - ohne Blog. 
Darunter eine tolle Streifencollage von Biggi - ohne Blog.

Hier seht ihr oben die Zwei von Alex und darunter die zarten genähten Stöffchen der Hansedeern Marion.Maritim! Da kriegste Meerweh...
 
Der Streifenstern der aus den Streifen lugt kommt von Martina - ohne Blog aus der Schweiz zu Nikolaus. Die leuchtend weihnachtsrotgrüne Streifenkarte ist von Rita - auch ohne Blog.
 

Die genähten Karten schiessen den Vogel ab! Michelle  hat eine wundervolle Karte zusammengestellt! 
Darunter schwelgt - ich kann es leider kaum lesen! - vermutlich Mechthild 
aus Würzburg (??) - ohne Blog - in ihren "langweiligen" Farben, wie sie selber schreibt. Garnicht langweilig!  
Ach Leute, Ihr macht mich jeden Tag glücklich! Briefkasten öffnen, freuen. Es ist einfach so schön! Danke Tabea und Michaela. 

Bei mir sah es gestern so aus: 


Ich hab mal kurz die Papiertonne gefleddert. Später die Pappen zugeschnitten und begonnen zu grundieren. Da ich bei uns die letzte bin, 25.12.! und Tabea und Michaela unserer Perfektionistin Ela vom Papiergemetzel die 24 zugeteilt haben, werde ich mir erlauben, als Letzter in unserer Liste ein wenig aus der Reihe zu tanzen. Trotzdem müssen ja alle bis 20., 21. Dezember in den treuen gelben Kasten.

Wobei, ich geb sie lieber ab. Als ich neulich meine Füschekarten zur Post brachte, brach helles Entzücken hinterm Schalter aus. Die Jungs waren ganz hin:"Darf ich mal gucken? Die machen Sie selber? Guck mal, guck mal Jürgen, haste sowas schon gesehn? Und sie machtse alle selber!" Ich hab so gelacht. 

Freu mich schon auf den Briefkasten morgen.....