Sonntag, 10. Juni 2018

Nachhaltigkeit

Die liebe Zitronenfalterin gibt als Denkanstoß für diesen Monat Nachhaltigkeit.

Wie nachhaltig lebe ich, leben wir als Familie, hat es Auswirkungen bis in den Beruf? 

Wir versuchen bio einzukaufen, regional auf dem Markt, aus dem eigenen Garten futtern. Nachdem wir den Wurstverbrauch ziemlich eingeschränkt hatten (Fleisch essen wir so gut wie garnicht mehr) hat das auftun von Biometzgern auf dem Markt den Verbrauch wieder erhöht. Ich bin mir nicht sicher, ob ich das so wollte....

Für Einkäufe fliegen immer ein, zwei Stoffbeutel im Rucksack herum. Die Marktfrauen kennen mich und meine Taschen mittlerweile. 

Was wir nicht schaffen, den Milchverbrauch unserer vierköpfigen Familie, der verdammt hoch ist, auf weniger / Pflanzenmilch / Biomilch umzustellen. Das reisst dann echt im Geldbeutel.

Nachhaltig sind wir beim Putzen und Waschen


sogar die alte Spülmaschine mit ihren über 20 Jahren hat ein SparBioprogramm, das wir grundsätzlich nutzen. 

Bei dem Papier, das ein Haushalt verwendet. Toipa, TaTü, Kosmetiktücher, Küchenrolle. Geht alles 100% Recyclingpapier, wenn man weiss, wo.


Auch Haarseife und ganz altmodisch Rasierer, bei denen die Klingen ausgetauscht werden, statt Wegwerfrasierer, haben Einzug gehalten im Bad.  

Mülltüten werden nicht gekauft, jedenfalls keine aus Plastik. Der Biomüll wandert in Papiertüten, die Plastiktüten, die beim einen oder anderen Einkauf doch noch anfallen, kommen in den Sanieimer im WC oder hüllen den Brotvorrat für den Tiefkühler ein. Wir wiederverwenden die Kistchen von Obst  und Gemüse im Garten, um dort zu pflücken und heimzutransportieren. Die Papiertüten von Brot polstern die Biomüllpapiertüte aus, damit's nicht suppt oder dienen selber als kleine Mülltüten.

Unsere Stadt hat ein gutes System, gerettete Lebensmittel weiterzuverteilen. Auch das nutzen wir. Und einen tollen Unverpacktladen.

Nachhaltig ist für mich auch so was ganz olles wie heissgeliebte Wollsocken flickzustricken.



Die dicken Wollsocken aus Riga, die hier wie Hausschuhe angezogen werden, sind immer mal durch. 

Aber auch die weichen Wollkuschelsocken, die meine Mutter irgendwem an der Haustür abgekauft hat und die von den Wollmotten geliebt werden, sind alle gerettet....


Die Lieblingsjeans, in die echt nicht mehr reinpasste (und eine Änderung dieses Zustandes ist utopisch, wenn ich ehrlich bin) habe ich gestern passend gemacht. 



Weil ich den Fischleinstoff so mag und Susannes Nadelbriefchen einfach süß sind, hab ich mich mal daran gemacht, etwas ähnliches zu verfertigen. 


Aussen Fischlein, innen alter brauner Jenasstoff, hellgrüne Wellen zum Zusammenhalten.



Schiff ahoi!

Nachhaltigkeit bedeutet mir auch: Stoffe vom Flohmarkt, gelegentlich auch Kleidung (zuletzt ein wunderbarer Wollwintermantel) , Backformen dito, Ersatztopfdeckel, meine Sockenquietschbuntwollrestknäule, die Stick- und Häkelgarne, die ich zum Bücher binden verwende. Für Kurse hab ich mich auf dem Flohmarkt eingedeckt mit Bleistiften, Scheren, Cuttern, reicht für 10 TeilnehmerInnen .... nicht, dass ich je so viel hätte, kicher.

Wir haben kein Auto, haben gemeinsam bisher 1 Flugreise unternommen (Wir sitzen im Flieger nach Riga, sagt der Sohn, "wenn wir abstürzen, sind wir wenigstens alle zusammen." Hach ja, Kinder bauen einen immer so auf) fahren alle Rad, nutzen den Anhänger für Baumarkttouren und wenns nicht anders geht, nehme ich sehr entspannt ein Taxi.

Der Garten wird mit Kompost versorgt, Hornspänen, Biodüngern, nicht gespritzt, bzw. mit eigens angesetzten Pflanzenbrühen.

Auf dem Balkon gibt es nur Erde ohne Torf. 



Unseren Chef haben wir vor 2 Jahren endlich zu Recyclingpapier bekehrt und als Toner nur Refillpatronen zu nutzen. 

Nachhaltigkeit kann auch heissen, Sachen von meiner Oma weiterzunutzen, Knöpfe, Stoffe, Backformen, Gartengerät und all ihre Stahlnadeln in diesen zauberhaften Nadelbriefen!





Ehrenplatz. Lach.  

Danke Andrea, für den Anstupser, mir wird klar, an wieviel Ecken wir noch auf mehr Nachhaltigkeit achten könnten!

Kommentare:

  1. Ich finde, ihr nehmt schon bezüglich Nachhaltigkeit eine echte Vorbildfunktion ein. Danke auch für die n Anregungen mich in diesem Monat noch im Bereich Garten, Haushalt/Putzmittel, Kleiderschrank und Nähstube umzuschauen und darüber zu berichten. Dein Nadelmäppchen ist wunderschön (wer sagt, man könnte das Thema nicht kreativ und künstlerisch angehen?).
    Danke, für die Anregungen, die ich mitnehmen konnte. Nur das Sockenstopfen ist nicht so meines, aber sie werden dann wenigstens noch beim Schuheputzen als Putzlumpen verwendet.
    Liebe Grüße
    Andrea

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  2. toll, dass du dir so viel zeit für diesen beitrag genommen hast (ich bin da gerade hitzebedingt etwas faul). ich les gleich nochmal alles und schaue, was vielleicht noch für mich in frage kommt. am schwierigsten finde ich den verzicht auf plastik beim einkaufen. das ist noch äußerst schwierig hier auf dem land, wo es keinen wochenmarkt oder bioladen gibt. aber seit kurzem gibt es einen "unverpackt"laden in bs, den werde ich demnächst mal besuchen.
    liebe grüße
    mano

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Wie war das - für Blogger sind Kommentare wie der Applaus im Theater - na denn, tut Euch keinen Zwang an! Ihr dürft pfeifen, trommeln, klatschen.... mit Euren Kommentaren isses hier nicht so einsam. Danke!
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