Mittwoch, 3. Oktober 2018

Brückenspaziergang

Wir gehen gerne die Brückentouren und am Rhein entlang, einschliessslich Steine flippen, Holz finden, Sonne geniessen, so auch heute. Und was sagt das Kind? Kann das sein, dass wir diesen Spaziergang immer zur gleichen Jahreszeit machen? Jepp. Ist so, stelle ich fest und wir lachen. 



Das Starengeschwätz, wie sehr ich es mag. 
Wie klein die Schwärme heuer sind. 



Kleiner Hühnerhof an der Bahnlinie. Manchmal ist die Stadt ein Dorf. 





Rollassel. Leider waren die Aufrollfotos alle unscharf...




Treibholzstele













Treibholzkrokodil



 Inselhopping




Tetrapackflaschenpost...






Montag, 1. Oktober 2018

Herbstdruckaktion + Ernte fassen




und ganz ohne Gelliplate!! Grins. Gell da gschauts. Des geht!


Milchsäuregärung. Mein Rotkohlsauerkraut ist von blau zu rot umgeschlagen. Mein erstes Sauerkraut in bunt. Schon gleich einiges weggefuttert. Muss man ja wissen, wann es am besten schmeckt.

Noch mehr Streufallobst.

Mit der Gartenernte größten Topf füllen:

Mostbirnchen

und ganz viel quitschquatschwunderbare Quitten  - das kocht und zieht aus und kocht und zieht aus und kocht.... so drei Tage. Dann kommts in die Geleewindel 😜   Schlürf.


 

Welch Freude, welch Freude. Unter einem vertrockneten Busch, den wir jetzt endlich rausgeschnitten haben, grinst uns die Wurz an. Und die Primeln kommen auch schon wieder. Hachz. 

Euch eine bunte Woche!

update: Ich verlinke den Post mit Michaelas Mustermittwoch. 

Sonntag, 23. September 2018

vermischtes

Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.

Seit diesem entwürdigenden zynischen Zirkus um den letzten Rest des Hambacher Forstes, der nun auch noch ein Leben gekostet hat, geht mir dieser Satz nicht aus dem Kopf.

Nach dem Lesen eines Artikels von Perspektive Daily - dem Interview mit Prof. Dr. Hermann E. Ott, der als Anwalt zu Client Earth  gewechselt ist, um ab 1.9. das berliner Büro aufzubauen, hängt der folgende Satz: Jetzt sind die Juristen an der Reihe.

Sind sie meines Erachtens schon lange. Denn sie könnten schneller Ergebnisse erzwingen, als das Abwarten auf einen langwierigen gesellschaftlichen Wandel. Da stimme ich Herrn Prof. Dr. Ott zu.  Fragt sich bloß, wann Deutschlands Klimapolitik in Client Earth's Visier tritt.

                               *          *          *

Margarete Stokowski hat eine köstliche Kolumne geschrieben zum Ernstnehmen von Ängsten !


Unterwegs sein ....

Der Gatte hat eine Arbeitstagung in Bonn und ich keine Lust auf das obligatorische Damenprogramm, das, nachdem ich schon 40 Minuten wartend herumsitze, noch mal um eine Stunde verschoben wird. Och nö, denke ich, klappe den Stadtplan auf, suche mir was aus und ziehe alleine los. 


Die Rheinanlagen sind heutrocken. Überall fallen Kastanien und widerstehen kann ich nicht. Am Abend rollen ein paar in meiner Tasche herum...

Zum japanischen Garten möchte ich.

Verwunschen. Ein kleiner Garten, komplett durchkomponiert. Alle drei Schritte eine andre Perspektive. Sogar mit Wald und Wasserfall. Dicke Fische, eine Schildkröte, wenig Besucher, es ist ab und an nieselig, aber nicht kalt.

Nebenan der Blindengarten, große Hochbeete mit duftenen Kräutern, Streichelmoos, ein leise plätschernder Brunnen. Ich sammle Säämchen ein....

Suche hinter'm langen Eugen die U-Bahn und fahre zum Macke-Haus, da ein Plakat eine Sonderausstellung von Cut-Out zu Schattenriss verspricht.
Allerdings: Keine Fotografiererlaubnis. Schade. Fantastische Papierarbeiten von Charlotte McGowan-Griffin - dreilagig, auffasernd, überaus dynamisch, wow,
oder von Andreas Kocks, die schwarmartig über die ganze Wand wandert.
Sie zeigen auch Lotte Reinigers Film "Die Abenteuer des Prinzen Ahmed" in der Ausstellung, an dem sie drei Jahre arbeitete. Allein der ist schon ein Hochgenuss. Die Ausstellung läuft noch bis 4. November, wer also an Schattenrissen, Scherenschnitten und Macke Freude hat, begebe sich nach Bonn.  Die Macke-Ausstellung selbst ist ganz fein in dem kleinen Haus über alle Stockwerke präsentiert, der Audioguide launig und aus dem Platzmangel heraus hat man ne tolle Idee gehabt: Bitte Schublade öffnen -  Und tataa, ein Bildschirm in der Schublade, auf dem die farbstarken Gemälde fantastisch zur Geltung kommen oder lichtempfindliche Zeíchnungen in Passepartouts unter Glas. Die leuchtenden Bilder der Tunisreise werden in einem eigenen Raum auf einem großen Bildschirm gezeigt. Schwelgen in Farbe!

Später trödele ich durch die Bornheimer Straße, es nieselt ein bisschen mehr, ich setze mich ins Cafe Frida und wär ich Bonnerin, hätte ich mein zweites Wohnzimmer dort. Schnuggelisch. Seltne Freuden, in einem Cafe sitzen, wohlfühlen, schreiben, lecker betan werden.

Der Rest vom Tag und Abend war mit dem ganzen netten Tagungshaufen auch noch schön, bloß unser Heimweg dank der Bahn mit 60 Minuten Verspätung mal wieder zum Hoilen. 

Humpf.

Nächstes Jahr tagen sie in Freiburg. Hachz. Ich freu mich schon.

                                                                und weil's gesagt werden muss: Das ist alles unbezahlte Werbung!