Montag, 28. März 2022

Das Leben bleibt anders, weiter geht's trotzdem

Das Leben bleibt weiterhin anstrengend.

Da bombt einer ein Land in Schutt und Asche, trommeln Montag abends die Idioten der Q++denker immer noch gegen Impfpflicht und plärren Diktatur, wo sie doch spätestens jetzt, mit dem Verhalten des Orks am überlangen Tisch erleben können, was Diktatur wirklich ist. Wahrlich, denen ist nicht mehr zu helfen. Soifz. Unser alter Vermieter, stolzer liebenswürdiger Grieche von 85 Lenzen, liegt mit Covid und nun nacherkrankt mit Herzmuskelentzündung im Krankenhaus. Wir hoffen, er kommt wieder raus und wieder auf die Beine. Es ist schrecklich.

In Afghanistan weinen die Mädchen, denen der Schulbesuch trotz Versprechungen dennoch verwehrt wird.  Hungersnot in Madagaskar, Syrien, Sudan, Madagaskar, ich schlage Spenden dorthin vor, Ukraine sollte uns nicht die anderen Katastrophen  und Menschen vergessen lassen.

Der Huddel rund um unser Büro nach dem Tod des Chefs geht weiter, endgültige Entscheidungen stehen noch aus, erst mal Beisetzung, Steuerdompteuse, Verhandlungen. Die Ungewissheiten zehren und die psychosoziale Betreuung einer Person, die mir, sagen wir mal nicht freundschaftlichfamiliär nahesteht, frisst an mir und ich nehme der Situation (nicht der Person!! Gott bewahre!) übel, dass sie mich so beansprucht, wo meine Kraft doch anderswo gebraucht wird, die liebste Freundin mit Hirntumor, meine Familie und überhaupt. 

Aber grade geht es nicht anders. Wir müssen gemeinsam da durch, also helfen, organisieren und trösten, Termine und Koordination und der "ganz normale Job" - der bleibt ja "auch" noch zu tun. 

Um so dankbarer bin ich für Wochenenden, die mich raushalten aus allem, mal drei Tage Siegerland, Spaziergänge an der Nister, mal die Tour durch die Mainwiesen rüber nach Hochheim (im affenkalten Wind, aber barfuß! Hatte eine Wirkung wie Blitzableiter), mal Stunden im Garten, geruhsames Arbeiten, das tröstende nährende Sein meiner Liebsten um mich herum. 

Danke

 


4 Kommentare:

  1. Ich drück dich mal ans Herz, 190 Kilometer stromaufwärts!
    Deine Nister-Fotos haben Erinnerungen geweckt an den Anfang unserer Beziehung, die jetzt wieder nicht mehr von akuten Krankheiten getrübt wird.
    Wünsche der Freundin im Rahmen der Möglichkeiten noch weitere lebenswerte Stunden.
    Herzlichst
    Astrid

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    1. Ich danke Dir und freue mich, dass die Krankheiten bei Euch mal Pause machen. Ich wünsche Euch liebevolle Zeiten. Danke Dir für Drückung! Drück zerück. Lieben Nachtgruß, Eva

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  2. Die Päckchen sind gerade heftig, man glaubt gar nicht, dass immer noch welche dazukommen können.Und doch.Ohne Natur, die mich komplett runterholt, ginge gerade nix.
    ganz lieben gruß,Karen

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    1. Ja, welch Glück das wahrnehmen zu können, sich durch Natur erden zu lassen. Heut früh die Amsel, ich hatte die Vogelwanne grad eben aufgefüllt, sozusagen noch das Eimerchen tropfend in der Luft, ssst, fliegt sie heran, sitzt auf dem Rand, guckt mich an, so nach dem Motto weg da, ich will baden und hab Durst. Dann wird geplanscht, was das Zeug hält, die Wanne hergibt.... und die Meisen stehn Schlange, wollen auch. Da vergesse ich alles, bleibe stehen, schaue zu und das Grinsen geht von Ohr zu Ohr. Liebe Grüße! Eva - hast Du neue grüne Perlen?

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Wie war das - für Blogger sind Kommentare wie der Applaus im Theater - na denn, tut Euch keinen Zwang an! Ihr dürft pfeifen, trommeln, klatschen.... mit Euren Kommentaren isses hier nicht so einsam. Danke!
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