Mittwoch, 20. September 2017

Insekten und Buchzeichen


September ist's und es gibt neue Themen. Susanne fragt nach Buchzeichen. Eine Feder aus Collgagenschnipseln zu Beginn. Ich weiss ich bin zwei Tage hinterher, aber ich schicke es trotzdem noch husch husch husch zur Papierliebe am Montag!





Michaela hat den Insektenmonat ausgerufen - und Ulrike mit ihrer Wanze hat mich angesteckt. Hier kommen die rotschwarzen! 



Ab ab mit dem Gekrabbel zu den anderen bei Michaelas Mustermittwoch! 

Eine bunte restliche Woche noch!

Montag, 18. September 2017

minotauros 2017

beträte theseus heute das labyrinth des minotauros, so hätte er kein fadenknäuel in der hand.
es reichte ariadne ihm ein smartphone, um kontakt zu halten und per gps zu orten ihn, falls in den tiefen er verloren ginge.

minotauros der verdrehte, stiermann, verbannt ins dunkel, nicht erschlagen und verbrannt wie seine kühe, die brüllend, irr geworden, taumelnd in den wiesen fielen, bis das grün ertrank in ihrem blut -
minotauros,  wahnsinnig in der dunkelheit, irr vom fleisch, das seinen rindermägen gift ist, der seinesgleichen frisst und dies mit löchern im gehirn bezahlt, er irrt durchs labyrinth, wie lange schon, reibt seine blindgeword'nen augen an den mauern, unerbittlich kalt, kein sonnenlicht, kein gras, und um die klauen, angefault vom nass, spült der kloakenunrat, wesen leichenteile.

in diese gänge tastet theseus sich, leuchtet seinen schritten mit blauem licht, liest schilder an den wänden durch den sucher und hält sich fest an dieser nabelschnur aus digitalen zeichen, die denen draussen seinen weg aufzeichnet. 


ariadne wartet, mit ihr, die blicke auf bildschirmen, tausendfach verdoppelt, all die andern, warten auf das ungeheuer aus den tiefen, mit dieser schauderlust an angst und sensation, ohne den fuß zu heben.

theseus in den kloakengängen gleitet aus und rutscht, atmet flach in dem gestank der flüsse unter seiner stadt, weicht ratten aus, die pfeifend die simse der kanäle säumen und steigt tiefer. stunden durch das dunkel. immer tiefer. zweigt von den großen hallen ab in schmale gänge, auf altem backstein bald kein zeichen mehr. der unratstrom, aufgeteilt in immer kleinre bäche, er versiegt, wird moderklebrig schwarz, täuscht, tückt den fuß, den schuh, der in der schmiere stecken bleibt, und bald schon, abwärts in immer älteren kanälen schlitternd, flackert nur sein bildschirm noch, geht schließlich aus. die akkuleistung leer und auch kein netz mehr. gerissen ist der ariadnefaden, der bis draussen reichen sollte, ach, kein rückweg! 

hoch oben stöhnt ein tausendfaches  ooh, bedauern mischt sich mit enttäuschung, heute doch kein ungeheuer, ach, wir wechseln den kanal.

theseus, der einen schuh im moder schon verloren hat, tastet sich blind und humpelnd durch die gänge, mit aufgeschürften fingerspitzen an den wänden, den kopf zwischen den schultern, die tiefen stollen des frühesten labyrinths sie sind geschrumpft unter der last der stadt bis auf die höhe eines rinderrists, er stolpert, weint, verzweifelt, ruft und schreit
bis ihm die antwort ankommt: aus andern tunnelwegen dröhnt gebrüll, reibt minotauros sein stumpfes fell an engen wänden, hinkt auf verletzten klauen, schleppt sein stiergewicht auf menschenbeinen schief durchs dunkel. oh wie ihn hungert, nach einer stimme, menschlich, einer stimme, ohne angst, die ihn beim namen nennt und ihn herausführt unters licht der sonne!


(c) 18.9.2017    work in progress

ich bin die herbstbraut

ich bin die herbstbraut!
lauf' dem wind nach, der die bäume schüttelnd durch die straßen fegt
,
schürze meine röcke, hemdzipfel flattern und ich renne mit ihm.

 
stehe früh am fluß, bis sich die sonne
himbeerfarben matt aus ihrem nebelbett erhebt.

suche den mond am himmel,
herbstlich bleich und groß,
verspreche ihm ein tänzchen in der nacht.

wenn er dann scheint, so flutlichthell,
begrüß ich ihn und 
lache über kalte füße und den hauch vor meinem mund.
 
he bruder mond,
ich tanze dir ein lied!
grüß mir orion,
der bald in winternächten hell vor meinem fenster steht!

nachts lieg ich wach und horche
auf kranichschrei und gänseruf
auf fallende kastanien.

in meinem mantel berge ich
den bitteren geruch von walnusshaut
den roten blitz vom eichhornschweif.
 
trage die arme voller blüten, reifer früchte
und schleife an den fesseln schleppen nach aus weinlaub, brennend rot,
maigrüne hopfenzapfen und waldreben, wirre köpfe,
das leuchten später rosen und sonnengelbe topinamburblüten,
skelette leergefressner dolden holunder, glühend rot, und über allem
klingt das lachen meiner eichelhäher.

ich bin die herbstbraut
die im regen steht
der strähnig alle farben auswäscht;
ziehe den nebel in schweren wolkenschiffen mit mir.
 
die röcke klatschen nass um meine beine und ich hol mir stiefel,
schlage den mantelkragen hoch und trinke schäumend jungen wein
der süß und lachend durch die kehle rinnt
und trunken macht.

späte stechpfelblüten duften mir den heimweg
wenn bald mein bräutigam den ersten frost wirft
so gehe ich nach drinnen
und kaure frierend. 
 
gebt mir ein feuer, das mich tanzen lässt!
mein bräutigam erfriert mich!
 
(c) 18.9.2017 

Mittwoch, 13. September 2017

Mustermittwoch und Papierliebe beim Kochen


Ihr Lieben, ich danke Euch für all die unterstützenden Worte zu meinem 'Freundinnentheater'. Danke. Ja, hilft, wenn frau aus dem Tunnelblick kommt, weil Andre sagen, eh, kenn ich, Du bist nicht allein.... Ihr seid lieb.


Susanne von nahtlust hat zu Lesezeichen aufgerufen.
Da bin ich doch grad was am Frickeln....







 Gärtnerinnenlesezeichen....


Michaela hat mitten im Trubel um ihr ganz druckfrisch erschienenes Buch zum Mustermittwoch mit Insekten aufgerufen. 

Tja dann.  Ich bin dann mal in der Küche!



... hm hm, das von vorhin sind gar keine Lesezeichen, es sind Essigschildchen!



Während ich herumwerkele, tobt der Sturm ums Haus und der Regen schüttet alle Wolken aus. 
Draussen auf dem Balkon macht es döng döng döng


Was ich gekocht habe? 
Linsensuppe. 


Guten Hunger! Es wird wieder Suppenzeit! 


Lesezeichen

Sag mir, was schreiben die Mauersegler mit ihrem Geschrei in den Himmel?
Wer entziffert das Kreisen des Bussards im Blau? 

Übersetz mir die staubigen Geschichten der rollenden, kugelnden, 
tanzenden Büschel aus Abfall und Gras, die müde gelaufen 
am Rande der Straße ausruhen.

Wer liest mir aus dem Stottern kahlgefressener Holunderskelette vor und versteht sich auf das Knarren und Husten flechtenbesetzter Äste?

Wie entziffert die Silberhaut des Teiches die Brailleschrift ihrer Wasserlinsen? 

Sag, lächelt die Laterne, in die flüsternde, zwitschernde Stola aus Efeu gehüllt, 
wenn der Wind an ihr zerrt?

Und der Waldboden um den Ameisenhügel, liest er in den sechsbeinigen Spuren Romane endlos verschlungener Dynastien? 

Sag mir, was schreiben die Schwalben? 

Fliegende C's in die Wolken.


evaimgarten
13.9.2017



Sonntag, 10. September 2017

Die Welt vor meiner Tür

Zitadellenfest. Wir stromern auf über- und unterirdischen Gängen auf dem Festungsgelände herum. Die unterirdischen sind begehbar bis 1. Oktober, dann als Fledermausrevier für Menschen geschlossen. 
In den Kasemattengängen eine Kleine, die ihrem Vater gewichtig erklärt "mit meiner Laampe, da hab ich geseeehn, dass das ein eeechtes Loch ist!" (die langen Vokale gesungen) bekräftigendes Kopfgewackel. Die grinsende väterliche Gegenfrage "Sofie, was ist ein unechtes Loch?" wird ignoriert. Sie leuchtet in die Mauerzwischenräume und findet 'lauter echte Löcher'. 
Mein Mann überholt sie und brummt vor sich hin, "es gibt echte Löcher, unechte Löcher und schwarze Löcher." Der Vater lächelt.

Wir trödeln durch's stadthistorische Museum, lachen über uns selbst beim zigsten "guck mal, wie bei meiner Oma!", betrachten die Oldtimer auf der großen Wiese, sitzen gemütlich auf einer Bank unter Linden. 

***

Auf der Bühne legt steplight los. Eine Formation junger MusikerInnen, 4x Blech (Herrlich! Ich liebe diesen sound!) 2x Gitarre, Bass, Klavier, Schlagzeug, 3 Sänger, 2 Sängerinnen. Sie covern von der 80igern bis heute herrlich querfeldein, alles geht in die Beine. Mein Mann versucht mich zur letzten Führung über's Gelände zu begeistern, aber ich schicke ihn alleine los. "Ich bin nachher noch da!"
Live Musik. Tanzbar. Was will ich mehr. Hachz. 
Treffe meine Freundin samt erwachsener Nichte aus Atlanta, die fröhlich alles mitsingt. Zwei kleine Mädelchen, so um die drei, vier Jahre vielleicht, hopsen, zappeln, hüpfen mit Begeisterung vor der Bühne rum, lassen sich mal fallen, rollen auf dem Boden, gehen auf allen Vieren und lachen durch die Beine die Eltern an, wir gucken ihnen zu und lachen uns mit ihren Eltern scheckelig. 
Die Band wird noch zur Zugabe geklatscht und gerufen, da kommt auch der GöGa wieder, ein letztes Stück Musik, ein paar nette Worte vom Veranstalter, einhelliges Jaaaa des Publikums, die Band bitte 2018 wieder zu buchen, letzte Runde, kleines Tänzchen. Wir trollen uns. Spaziergang durch die Stadt zurück, es ist herrlichstes Sonnenwetter. 

***

Wochenmarkt am Dom. Zwischen den Ständen herumzotteln. Kaufe ein paar Kilo Suppentomaten - Gelächter mit der Marktfrau, die mir Selleriekraut dazupacken möchte. Nee, sage ich, danke, meine Familie hat gestreikt letztes Mal, für uns bitte ohne!  Letzte Mirabellen, Aprikosen aus dem Vogelsberg, Finther Zwetschgen. Dazuerzählt krieg ich Kochrezepte für Kartoffelzwetschkenknödel von der Marktfrau und von dem jungen Päärchen neben mir, dass es sich auf die Mutter des Mannes freut, die ihnen das Zubereiten von Marillenknödeln beibringen will. 

Vom frischen Ingwer ein Ohr, Chillieschoten glänzend und frisch, Paprika in schwarz, rot und gelb. Wie entspannt und gemütlich die Stimmung an einem Freitag mittag ist im Gegensatz zum pickepacke gestopften Samstag morgen, wenn sich die halbe Stadt zwischen den Ständen stapelt. 

***

Bis zum Abend köchelt Paprikarelish, löffle ich Oma-Gedächtnisessen aus Kompott und Grießklößen, baue mit der Tochter Tomatensoße mit knoblauchgetränkten Kalamataoliven, dass wir uns die Finger lecken. 
***

Der Mann im Rock, der schon zu meinen Unizeiten Mann im Rock war (er war damals der einzige) trägt heute einen Mini über seinen braunen gertenschlanken Beinen, darüber ein fröhliches weissrotes Ringelhemd.

***
 
Der GöGa ist aus und wir machen uns einen Mutter-Kinderabend, lümmeln zu Dritt vor dem PC des Sohnes, mampfen glotzend Abendessen und ziehen uns drei Folgen 'Strange Things' rein. 

 ***

Eine Woche voller Frauen im Ausnahmezustand. Mittwoch abends ruft E. an. Die liebe E., mit der ich in Reha war, heulen in der Gesprächstherapie, malen in der Kunsttherapie, zusammen wandern im thüringer Wald. E., die Jahre und viel Hilfe ihres Psychologen brauchte, um eine verfahrene Schwägerinnensituation für sich klar zu kriegen und abzuschließen. Nun bekommt sie einen Brief von einem Rechtsanwalt, den die Schwägerin beauftragt hat, mit der Einladung zu einem Mediationsgespräch. Nein! sagt sie, da geh ich nicht hin. Das kocht alles wieder hoch. Ich hab zweieinhalb Jahre gebraucht, um mit der Sache fertig zu werden. Nee.
Eva sagt E., Eva, sag was. Wir reden Ohren heiss, Akkus leer, Herzen her und hin. 

***

Freitag früh erwartet mich eine berufliche mail von der lieben N. Sie habe den Schuldienst quittiert, sie braucht eine Versicherung für freiberufliches unterrichten, ob ich das mal könne. Ich kann. Und bei mir kocht es hoch. 

N., die berufsbedingt und nach noch so einigen Lebensnackenschlägen Anfang Februar in eine Tagesreha ging, meldet sich nie. Ich kreise seit Jahren um diese Nichtkommunikation, die mich unglaublich verletzt, um das schwarze Loch, in das ich Briefe schreibe, Chats, Anrufbeantworter bequatsche, Sachen schicke - und an dem ich mir wehtue. Immer wieder. Meist kann ich es wegschieben, pragmatisch, vernünftig, es geht nicht um mich, ihr Zustand ist zu schlecht, zu viel Stress, Ausbildung, Kinder, Scheidung, Theater, Theater. Ich gehe auf Abstand zum Selbstschutz - aber es klappt eben nicht immer. Heute nicht mehr. Ich richte ihr die gewünschte Versicherung ein, sitze vor PC, Telefon, meiner Arbeit, werde fahrig, unkonzentriert, rappelköpfig. 

Wir kennen uns seit dem Studium, hielten Kontakt durch ihre 10 Jahre Auslandsaufenthalte, sie ist die Patin meines Sohnes, sie ist mir nah. 

Am Nachmittag, während einem Regenguß im Gartenhaus, rufe ich sie an. Wir umkreisen einander. Ich frage nach Schuldienst quittiert und bekomme ein paar Antworten. Irgendwann fällt ihr Satz 'meine Mutter ist vor zwei Wochen gestorben.'
Es haut mich weg. Ich kannte ihre Mutter. Mochte sie. Beim Abschlussfest von N's Ausbildung saßen wir noch beieinander.
Und dann kann ich einfach nicht mehr. Ich weine. N., sag mir, wieso sagst Du nichts? Wieso sagst Du nicht was? Wenn ich jetzt nicht angerufen hätte, wüßte ich bis heute nicht, dass Deine Mutter tot ist! 
Das tut weh. Verdammt. 
Es gibt Antworten für mich. Antworten, die mir die Unfähigkeit N's zeigen, sich zu öffnen, ihre Unmöglichkeit, aus ihrer Haut zu können, das Unvermögen, sich mitzuteilen. Mein Kopf versteht. Mein Herz tut einfach nur weh. 
Ich brauche  Zeit, mich zu sammeln, meinen Sicherheitsabstand wieder herzustellen. Sie bleibt ein schwarzes Loch, ich muss damit leben. Ob ich es weiter kann? Wir wissen es nicht. 

***

Anderntags bin ich mit der lieben R. verabredet. Wir haben uns lange nicht gesehen. Als es mir nicht gut ging, konnte ich ihre forsche anpackende bis übergriffige Art kaum ertragen, ihr brennender Ehrgeiz hat mich flachgeklopft. Nach dem langen Telefonat mit N. am Vortag überlege ich sogar kurz, abzusagen. Wie stabil bin ich? Ich ziehe ein paar innere Sicherheitsschilde hoch und freue mich auf das Treffen. Es ist schön sie zu sehen. Sie kommt aus dem Unterricht, scheucht ihre Schüler raus, zieht sich dreimal um, wir lachen viel. Gehen essen. Sie erzählt von ihrer neuen Wohnung seit Mai, zeigt Bilder, erzählt von Nachbarn, neuen Freunden, dem Pizzabäcker am Eck. Launig und aufgeräumt. Und wohnst Du dort alleine oder mit A. frage ich. (Ihr Mann und sie lebten vor ihrem Umzug jahrelang harmonisch in zwei Wohnungen drei Straßen voneinander entfernt.) 
Minenfeld. Das fröhliche Gesicht, das launige Erzählen vom Finden und Einrichten der Räume, wird eckig und hart. Nein. Mit A. nicht. Und sie schimpft los. Da bricht eine Menge raus. 
Als sie alles losgeworden ist, beisst sie zornig in ihre Pizza, beisst ihn weg, den Ärger, den Mann, ich werde mich trennen auf Zeit, sagt sie, kaut offenen Mundes, hat ihn vor Augen, ich werde mich trennen, für ein halbes, für ein dreiviertel Jahr, beisst ab, kaut, aber das weiss er noch nicht. 






 

Dienstag, 5. September 2017

eye poetry und Gänse. Regenmädchen unterwegs und neuer Füller.

Holunders eye poetry hat so einen kecken Text von Ernst Jandl zum Thema um den ich gedanklich kreiste und alles an Ideen wieder vergaß, verwarf, verduddelte. Dann aber, vor paar Tagen, fing ich an. 

Hier erst einmal der Text:
bibliothek



die vielen buchstaben

die nicht aus ihren wörtern können



die vielen wörter

die nicht aus ihren sätzen können



die vielen sätze

die nicht aus ihren texten können



die vielen texte

die nicht aus ihren büchern können



die vielen bücher

mit dem vielen staub darauf



die gute putzfrau

mit dem staubwedel



ernst jandl

Was tun also damit?  
Staubfeudel und Wollmäuse. 
Text auf Streifen geschrieben, aufrollen wie Wollknäule für die Wollmäuse. 





und die Schachtel für die Wollmäuse - leere Streichholzschachtel, inwendig beschriften. 


die vielen gedanken
immer kreisend 
ohne ziel und ankunft
her und hin im kopf
wie billard oder flipperkugeln
                                             ohne ausweg



Dann kam ein Wochenende, eine Radtour durch die Rheinwiesen, beglückt durch Himmel und Graugänse. 




Auf dem Heimweg im Garten vorbei. Den Teich auffüllen, damit unsere armen Fröschlein nicht auf dem Trockenen sitzen, Tomaten pflücken 


und feststellen, die Sorte, die sich grün dann schwarz dann schwarz-orange färbt hat nun auch eine Formvarietät zu bieten: Stumpfnasen. Verrücktes Ding. Bin sehr gespannt, was aus dem Saatgut 2018 rauskommt. Sortenfest ist sie ja nicht. 


Eine dicke Galle an der kleinen Heckenrose finden 



und kurz vorm Heimradeln noch eine paar brennende Wolkenränder festhalten.







Heute ist die eye poetry Schachtel mit den Wortwollmäusen fertig geworden. 








Der Putzfeudel ist auch aus Zeilen gerollt und eingeschnitten. 
Buchstabenpunkte rollen aussen....

Es hat sehr viel Spaß gemacht, ein Gedicht gegenständlich umzusetzen.


Am Wochenende ergatterte ich auf dem Flohmarkt einen Parkerfüller. Mein roter Parker, mit dem ich alle Examensarbeiten schrieb, hat nach all den Jahren einen Sprung im Gewinde. Auf dem Flohmarkt verkaufte wer nen weissen, mit kaum benutzter Feder. Ich hab ihn ausgespült, neue blaue Patrone rein und geschrieben, bin Farbe kam. Meinem alten schenkte ich eine kleine Einspritzung grüner Tinte in die blaue Patrone (und nicht aufgepasst, blubsch machts und ich hab drei grünblaue Fingerkuppen. Bimstein, ich komme!)





Wie schön beim Post schreiben Arvo Pärt zu hören. The women with the alabaster box - und mein Herz schmilzt. 

Samstag, 2. September 2017

Ein paar Fakten über Musik...und ich

Astrid stellt in der monatlichen linkparty Musik zum Thema.
Musik und ich. Wo fang ich da an? Ich hatte eine Großmutter, die Gitarre spielte, alle Wanderlieder schmettern konnte und im Wanderverein an jedem Fest klampfte. Sie war in den zwanziger dreissiger Jahren Mitglied beim Wandervogel und besaß viele alte Liederbücher. Meine Mutter spielte als junge Frau ebenfalls Gitarre, als ich auf die Welt kam aber schon nicht mehr. 


Meine Eltern waren Jazzfans, das war der Soundtrack meiner Jugend. Ella Fitzgeralds Stimme erkenne ich heute noch sofort. (Wir stehen in Strasbourg in einem Laden. Jazzgesang. Ich bekomme Fledermausohren und genieße. Frage den Mensch hinter der Theke Was läuft da? Er so, weiss nicht, Radio. Könnte aber Sängerin XY sein und in nullkommanix stehen wir da und diskutieren über Jazzsängerinnen. Großes Theater. Sehr schön.) Ich liebe Jazzpiano, Chick Corea, Erroll Garner. Die Autumn Leaves von Garner, eine live Aufnahme, auf der er immer etwas kuhähnlich vor sich hin muht, war jahrelang traditionell das letzte Stück, das nachts nach Festen unserer Familie auf den Plattenteller kam. Gläser zusammenstellen, Mutter rauchte eine letzte Zigarette, Terrassentüren auf und Autumn Leaves. Auch die Beatles liefen oft. Dubliners. Don McLean. Mich begeisterten Texte, ich weiss noch, wie ich Tonarm rauf, Text aufschreiben, Tonarm runter bis Ende der nächsten Liedzeile, stundenlang neben dem Plattenspieler kauern konnte, um Songtexte mitzuschreiben. Don McLeans Texte habe ich alle vom Plattenteller....

Mutter entdeckte in den späten Siebzigern/frühen Achtzigern Miles Davis. Da gings dann rund. Wir waren vermutlich der einzige Haushalt unserer piefigen Kleinstadt, in dem man wilden Funk hören konnte. Und eine Platte später konnte Konstantin Wecker laufen. Oder Manfred Man's Earth Band.

Wir hörten klassische Musik, Mahler mag ich bis heute, Brahms, Vivaldi, Händel ist mein Favourite. Nur mit Opern kann ich wenig anfangen. 
 Garner

Ich selbst mischte die Hörgewohnheiten zuhause mit Pink Floyd auf, David Bowie, tanzbarem Pop und Liedermachern. Abba, Gloria Gaynor, ELO, Led Zeppelin, Michael Jackson, Tina Turner, der ganze Pop und Discosound der Siebziger Achtziger ist noch immer in meinem Gedächtnis! Wen wunderts - wir haben nächtelang auf den ganzen Kram getanzt oder mitgesungen.
Platten gekauft habe ich ausgesprochen selten. An meine erste von eigenem Geld gekaufte Maxisingle erinnere ich mich gut: Vom Label Harlekin Records Songs der niederländischen Jazzsopranistin Mathilde Santing.
In meiner Schulzeit wurden hauptsächlich Kassetten aufgenommen, getauscht und verschenkt. Eine extra zusammengestellte Kassette war ein echter Liebesbeweis!
Corea

Gerne hätte ich als Kind Klavier gelernt, aber das war finanziell überhaupt nicht drin. Meine Großmutter schenkte mir ersatzweise eine Blockflöte, die ich vom ersten Ton an abgrundtief gehasst habe. Sie fand beste Verwendung zum Ärgern des bekloppten Schäferhundes unseres Nachbarn. Der Hund dreht bei meinem Gefiepe schlicht durch.... 

Gesungen habe ich immer. Mutter übte von klein auf zweistimmig singen mit mir, Kanons singen war eine leichte Familienübung. Ein Kindersopran und zwei Altstimmen. Heute bin ich selbst eine Altlage und wenn ich mich singen höre, weiss ich, dass ich wie meine Mutter klinge. Über Großmutters Wanderlieder führte der Weg zum Schulchor, später an der Uni in verschiedene andere Chöre, eine Zeitlang zusammen mit Mutter in einen Frauenchor.  


Allerdings machte das Theater spielen an der Uni viel mehr Spaß!

Nach langen Jahren der Pause - Beruf, Kinder, Mann mit dauerhaftem Spätdienst - ich sang also wenn dann Kinderlieder - kam ich 2008 in einen klassischen Kammerchor, der mich vom ersten Konzert an sehr forderte und begeistert hat. In diesem wunderbaren Chor sangen wir alles mögliche von Bach bis Arvo Pärt (den ich sehr liebe), Elgar, Brechtvertonungen, uvm. Eine gleichermaßen anstrengende wie unglaublich bereichernde Zeit. Irgendwann zu fordernd (ich kann bis heute nicht vom Blatt singen, da hilft mir das Noten lesen können in keinster Weise.) so dass ich es mit einem weinenden und einem aufatmenden Seufzer schliesslich vor zwei Jahren einstellte.
Bestimmt nicht für immer. Wenn ich Lust und Laune habe, belege ich Gesangsstunden bei einer befreundeten Jazzsängerin. Musik machen begleitet mich also nach wie vor.

 Don

Ich lasse mich total gerne überraschen von neuen Klängen, unbekannten MusikerInnen und höre genauso gerne quer, wie ich lese. (Geheimtip: Die Tiny Desk Concerts!) lasse mich verzaubern von Gaelyn Lea, einer Geigerin und Sängerin mit Glasknochen, singe bei Lights of Babylon mit ohne ein Wort zu verstehen, höre seit einem Jahr immer wieder begeistert OUM, habe Bachar ma Khalife entdeckt, stolpere plötzlich über das Toure-Raichel-Collectiv, kaufe mir die Platten meiner Kindheit und Jugend auf CD, spiele meinem Mann Alfred Golowin vor, wiederentdecke mit meinem Vater Nina Simone, lasse mir vom Sohn Woodkid vorspielen (boah, ich liebe diese krachenden Bläsersätze), versacke in der Musik polnischer Jazzquartette (immer wieder geliebt: Leszek Mozdzer, Tomasz Stanko) höre mit der Tochter Aurora. Musik ist Weckruf, Traumland, bestes Mittel gegen Depression, lässt mich mitsingen, mittanzen, zuhören, wegtreiben...   Äh, was leg ich jetzt auf? Martin Grubinger? Da fliegt die Kuh!
Was ich unglaublich lustig finde ist, die Musikvideos der Siebziger Achtziger Neunziger heute zu sehen - die sind völliges Neuland für mich! Ich habe nie MTV geguckt, TV gabs bei uns lange lange nur schwarz-weiss und nicht oft. Meine Musikerinnerungen sind sozusagen blind. Mein Sohn spielte längere Zeit ein Computerspiel, dessen soundtrack aus alten songs besteht - die er sich dann im Original auf youtube zusammensuchte und fragte Mama kennst Du das? Ja klar kenn ich, sage ich. Aber ich hab das Video nie gesehen und wir gucken zusammen und lachen uns schimmelig. Die Klamotten! Die Frisuren! Herrlich.  
Liebe Astrid, herzlichen Dank für die linkparty, die jede Menge Erinnerungen aufweckt und mich zum singen bringt! Johl. Auch wenn ich zu spät zum mitverlinken bin...

Donnerstag, 31. August 2017

Ein Post über Kuchen und Unterwäsche

Na ja und noch so einiges...

Donnerstags ist Stadtteilmarkt. Wenn es klappt, sause ich in der Frühstückspause rüber und lade meinen Fahrradkorb voll. Heute mit  Mirabellen und Pflaumen. Musste Kuchen werden. 


Die ersten Boskoop gibts auch schon. Hachz. 


Ich hatte von unseren schwarzen Tomaten erzählt. Sie sind mirakulös: Jetzt werden sie orange-schwarz. In der Mitte ovale San Marzanos und eine kleine gelbe Stumpfnase (Datteltomate. Seit Jahrzehnten selbst weitervermehrt. Samen aus Spanien)


Peruanische Minitomaten - Samen aus dem botanischen Garten, links. Rechts zum nachreifen gelbe Stumpfnasen, gelbe Spitznasen und eine runde kleine Gartentomate, die sich jetzt langsam von grün in ein zartes rosenrot färbt. 




Nach der Hochzeitsfete wanderte mein rotes Leinenkleid in die Wäsche. Zusammen mit lauter dunklen Sachen. Dachte ich. Und verfärbte eine helle Jeans meiner Tochter batikmäßig mit rot. Gruselig. 
Okay, also die Jeans anderntags in einem Eimer Entfärbesalzlake versenkt. Eine Unnerbux, die auch sehr verfärbt war, wandert mit in die Brühe. Drei Stunden später auswaschen. Die Jeans sieht wieder fein aus. Ein wenig blasser. Aber die Unnerbux! Jau. Batik. Ich hab ja selten so gelacht. Passt ins Blaufärben diesen Sommers, lach. Wolkenbux.



Der Balkon wuchert. Unter der langsam herbstlich werdenden Pfefferminze strecken sich die Traubenhyazinthen. 


Über der Minze blühen schon die ersten Herbstastern. 


Winterliches Vogelfutter sääte sich aus. 


Meine Cyclamen kommen nach ihrer Hochsommerpause wieder. Blattöhrchen. 


Aloe.  Die Pflanzen schicke ich mal rüber zu Ghislanas Naturdonnerstag.


Eva hat soo herrliche Monster gezeichnet, ich liebe sie einfach. Ich kenne niemanden, der zärtlichere Monster malt. Irgendwie war das ansteckend. Huhuu, hier sind auch welche! Wink.



Ich gehe Kuchen essen. 
Schönen Abend allerseits.
Und immer erst unters Bett gucken!

Montag, 28. August 2017

Die Welt vor meiner Tür

Ein turbulentes Wochenende begann Samstag mit einer Hochzeit von Freunden, die sich nach über 25 gemeinsamen Jahren und zwei erwachsenen Kindern jetzt noch bekräftigend das Ja Wort gaben. Riesenfete mit Freunden und Verwandten. Man kennt sich schon so viele Jahre und es ist toll, miteinander K. und P. zu feiern. Beim Betrachten der Bilderwand, einem Bilderbogen vom ersten Kennenlernen an, die sie aufgehängt haben, beschleicht mich ein wehmütig ziehendes Gefühl und die etwas bange Frage, verdammt wann sind diese 25 Jahre eigentlich vorbeigeflogen? Ich sehe erwachsene Kinder, die mit ihren Schwiegerfamilien da sind und bin - hm, hin und hergebeamt zwischen geballtem Jetzt und all den Erinnerungen, die hochploppen. Feiern, tanzen, lachen, essen, quatschen bis nachts um zwei.

Nach einer eher kurzen Nacht Sonntag Sommerfest im botanischen Garten. Viel Garten und viel Guck, Menschen, Musik, Gespräche. Sind mit Samentüten heimgekommen. Forellenbohnen. Erdkastanien. Mexikanischer Salbei. Das freut das Gärtnerinnenherz fürs nächste Gartenjahr!

Heute bin ich heiser und menschenmassenmüde. Das wehmütig ziehende Gefühl ist irgendwie hängen geblieben. 

Noch schnell eine 5-Minuten-Collage für Rösi, ehe der Monat futsch ist!



Scheint, als ob ich überwiegend Deckel in den notwendigen Farben hätte....hm hm hm, Kopf kratz, nachdenk. Das Froschteil ist ein Klorollenserviettenring von einem laaange zurückliegenden Osterfest. Den mussten wir einfach aufheben.

Freitag, 25. August 2017

Donnerstag, 24. August 2017

Die Welt vor meiner Tür

In der Süßwarenabteilung ein älterer Herr am Stock, tappt her und hin und schaut ins obere Regalfach, leise murmelnd. Er fängt meinen Blick auf oder ich seinen, er sagt " Es sinn koi mehr do." Ei was denn" frage ich. "Die Plätzjer. Ei soo guude Plätzjer warn des. Die haddense do vorne, uffm Disch." "Unn jezz sinnse all" frage ich.  "Jo" sagt er. "Do vorne uffm Disch. Die hamm so guud geschmeckt. Da bin isch nochmol her, do warnse do vorne all. Awwer hier owwe im Regal haddense noch. Da hawwisch 3 Päckscher genumme. Mehr konnt ich net trache, gell, mitm Stock. Unn annern Daachs hab ich des ledschde Päcksche mitgenumme. Vunn do obbe. Ei jezz sinn se all. Ach hawwe die so guud geschmeckt." Sprichts und geht seiner Wege.

Am Eingang zum Supermarkt ein junger Mann. Sicherlich 120 Kilo auf 1,75 m. Er hat ein Hündchen an der Leine. 20 cm hoch, kess, hellbraunes Fell, wippende Öhrchen, wippendes Schwänzchen, aufmerksam trippelnd. Wiegt wenn es hochkommt grad mal ein Kilo. Ein zappliges Händchen voll Knöchlein und Fell. Der Mann leint es an und geht einkaufen.
Eigentlich drängt sich mir der Gedanke "was wird denn da kompensiert?" eher auf bei monstermäßigen SUV, denen kleingewachsene oder kahl werdende Männer entsteigen. Bei diesem Hund und Herrchen Paar konnte ich mich nicht so schnell wehren, wie der Gedanke kam.

Die Tochter hat einen neuen vollgepackten Stundenplan. Kommt nach Hause, setzt sich auf ihr Bett, trinkt ihre Wasserflasche leer. Guckt Löcher in die Luft. Als ich ein paar Minuten später nach ihr schaue, liegt sie auf der Seite und schläft.

Bei Freunden zu Besuch. Wir kommen auf Kindheit und Kindermacken, Angewohnheiten, Spinnereien. M. erzählt, er hatte immer zwei Nuckel. Einen zum Schnullern und den andern, der vorher mit Sagrotan abgewischt werden musste, zum dran riechen.
Welche Mechanismen ein Kind entwickelt, um sich auszuklinken! Ich seh einen Knirps vor mir, dem alles zu viel ist und der sich erst beruhigt, wenn er schnullern kann und mit der andern Hand der duftenden Nulli an die Nase hält. Geschmack und Geruch und alles andre ist ausgeblendet.

Frühstück. Die Tochter setzt sich und fragt "Was sagt das Logbuch des Kapitäns?" Mein Mann antwortet "Wir hängen seit 4 Wochen im Alphaquadranten fest. Brüche in der Aussenhülle von Deck 17  bis 23." Ich setze nach "Wir haben die Konstrukteure vom Holodeck überall draussen eingesetzt, die Hülle zu schliessen. Aber durch das Leck ist die Ladung Tee verrutscht und wir bekommen Schlagseite. Aus einem Loch rieselt Tee. Er schwebt wie ein riesige Wolke im Raum. Angezogen von den Kräften der Planeten die uns umgeben, fliegt er hin und her und verdichtet sich." "Wie kann man ihn einfangen?" fragt die Tochter. "Wie einen Bienenschwarm" sage ich. "Man fängt ihn in dünnen Säcken. Aber wenn er weiter hin und hergezerrt wird von den Flieh- und Anziehungskräften wird er immer fester zusammengebacken. Bis wir Ziegeltee haben. Der ist schwer zu lagern. Wir haben keine Zeit." Das Logbuch schließt. "Wir haben keine Zeit".
Ich liebe diese Familie! So ein Unfug morgens um halb acht! Wir haben eindeutig Alle zu viel Science Fiction Filme geguckt...

Ich treffe B., die seit Jahren im Labor der Uniklinik arbeitet. Sie gehe nach Köln, erklärt sie. Cut. Neuanfang. Nachdem ihr Lebensgefährte letztes Jahr plötzlich starb, hält sie nun nichts mehr. Ihre Chefin habe einen Ruf an die Klinik in Köln bekommen und wolle sie mitnehmen. "Wenn Sie es sich vorstellen könnten... zumuten würden..." habe sie sie gefragt.
B. sie strahlt mich an: "Ich hab ein Budget, für das ich mein Labor einrichten darf! Mein Labor!" sie wirft die Arme in die Höhe und zählt mir alles von den Schränken bis zu den Pipetten auf. "Ich darf Geld ausgeben. Hurra." Wir stehen an der Ampel und lachen uns kaputt. 

Abends am Rechner sitzen, bloggen, mailen. Das Fenster weit offen. Draussengeräusche dringen herein, Gebell, Gespräche, Schritte, mein Sohn auf dem Longboard rollt heran, Autos, ein Flieger, eine entfernte Kirchenuhr, jemand schüttet Wasser auf die Strassenbeete, eine letzte Grille zirpt stockend. Plötzlich lautes Brummen, doingt etwas an meine Fenster, surrt ins Zimmer, schnurstracks in die Papierkugellampe und macht dort ein sagenhaftes Gerappel! Ein Käfer. Okay, Du. Licht aus. Ruhe.


Sonntag, 20. August 2017

Gartenrundgang


Ich hab schon lang keine Bilder mehr im Garten gemacht. Nachdem ich mir heute mittag aber so fies die Pfote zerrissen hatte dass es dann plötzlich nix mehr mit Gartenarbeit war, hab ich mit der Kamera Streifzüge gemacht, solange mein Mann noch weiter am werkeln war. 
Ich nehm Euch mal mit. Hintere Wiese, Beete rechts und links.



Lettische Wachtelbohnen.


der Hartriegel hinten färbt sich schon.

Feigenbaby in der Wiese





ausgrechnet in Nachbars Zaun geturnt!

anderswo abgetaucht

Rhabarbermönschterli

Kürbis krakt...

und blüht unverdrossen

mit Bienchen drinne




die letzten Erdbeeren und Zuckenschoten. Minze

Minze!!

Wiesenkräutchen. Späte Glockenblume.

 Und jetzt gehts nach vorne.
Idylle mit Ringelblumen, Butternut und Zucchini

Feuerbohne           



Nun gehn wir zum Teich




Suchbild mit Fröschlein I

Suchbild mit Fröschlein II







Trostgruß an Ulrike















Doch ein paar Quitten

im Nest...




Dies Tomate war der Überraschungsknaller. Wir säen ja immer zig Sorten aus. Und manchmal auch welche, die wir noch nicht kennen.

Sie werden nicht groß, aber sie tragen wie bekloppt, kriegen ab.so.lut keine Braunfäule, sind ziemlich sicher aus Riga und sehen einfach irre aus, schwarz glänzende Tomaten! sie färben sich von grasgrün nach schwarz.

Wir sind sehr gespannt auf den Geschmack, sie sind noch nicht reif.