Uns zog es mal in den Süden. Nach mehreren Jahren Ostsee rollten wir dieses Jahr Richtung Donau und landeten Samstags nachts nach Bahndesaster in Bratislava. Zug 1 fällt aus, Zug 2 hat Verspätung, Zug 3 also erst 2 Stunden später erreichbar, Ankunft gegen Mitternacht im verregneten Wien, Weiterfahrt per Bahn erst anderthalb Stunden später, also buchten wir ein Taxi und liessen uns von einem schweigsamen Chaffeur durchs nasse Land mit überhöhter Geschwindigkeit - schluck, denkt der mal an Aquaplaning?? schluck - in die Slowakei fahren.
Wir trudelten gegen eins ein und unsere Vermieterin erwartete uns geduldig, erklärte Herd und Türschloß und wie der nächste Supermarkt zu finden sei und fuhr nachhause in ihr Bett.
Bratislava am nächsten Morgen: Großbaustelle hinterm Haus, die - wie an allen folgenden Tagen - um 6.30 Uhr begann zu rumoren und spätestens ab 7.10 Uhr in voller Laustärke loslegte.
Ich
war wach. Liess meine erschöpfte Familie pennen und machte erste
Erkundungen im Viertel, brachte Frühstück mit und schnappte die
Kindelein, der GöGa blieb mit einer veritablen Sommergrippe, die ihn
justament 1 Tag vor Abfahrt zerlegt hatte, im Bett und schlief sich
gesund.
Kopfsteinpflaster, Altstadt. Augen verrenk und guck. Sonne, 28°, Wind. Angenehm.
In den nächsten Tagen wurde der Gatte wieder geh und guckfähig und wir zogen alle los.
Blick vom Michaelstorturm.
Abseits der Touristenrouten - eine Stadtführung kreuzt die andere - fanden wir der Leine nach das schönste kleine Hinterhofkneipchen, das wir ab da zur Lieblingskneipe erklärten.
Hier war lauschig sitzen und 1 Querstraße ab von der Hauptaltstadtroute traumhaft ruhig.