Sonntag, 20. August 2017

Gartenrundgang


Ich hab schon lang keine Bilder mehr im Garten gemacht. Nachdem ich mir heute mittag aber so fies die Pfote zerrissen hatte dass es dann plötzlich nix mehr mit Gartenarbeit war, hab ich mit der Kamera Streifzüge gemacht, solange mein Mann noch weiter am werkeln war. 
Ich nehm Euch mal mit. Hintere Wiese, Beete rechts und links.



Lettische Wachtelbohnen.


der Hartriegel hinten färbt sich schon.

Feigenbaby in der Wiese





ausgrechnet in Nachbars Zaun geturnt!

anderswo abgetaucht

Rhabarbermönschterli

Kürbis krakt...

und blüht unverdrossen

mit Bienchen drinne




die letzten Erdbeeren und Zuckenschoten. Minze

Minze!!

Wiesenkräutchen. Späte Glockenblume.

 Und jetzt gehts nach vorne.
Idylle mit Ringelblumen, Butternut und Zucchini

Feuerbohne           



Nun gehn wir zum Teich




Suchbild mit Fröschlein I

Suchbild mit Fröschlein II







Trostgruß an Ulrike















Doch ein paar Quitten

im Nest...




Dies Tomate war der Überraschungsknaller. Wir säen ja immer zig Sorten aus. Und manchmal auch welche, die wir noch nicht kennen.

Sie werden nicht groß, aber sie tragen wie bekloppt, kriegen ab.so.lut keine Braunfäule, sind ziemlich sicher aus Riga und sehen einfach irre aus, schwarz glänzende Tomaten! sie färben sich von grasgrün nach schwarz.

Wir sind sehr gespannt auf den Geschmack, sie sind noch nicht reif.

Dienstag, 15. August 2017

ich werfe mein netz aus

I

ich werfe mein netz aus nach den spuren von vogelflug, 
an den himmel gezeichnet,
hasche dem zickzack der fledermaus nach
und trage heimwärts nachtigallenschlag über der schulter.

mein netz fängt das gebrumm der hummel 
und wahrt in den maschen die erinnerung
an die kostbarkeit ihres pelzes, getigert in golden und schwarz.
grillengefiedel hegt dieses netz und das hauchzarte flüstern 
sich öffnender blüten.

im herbst sammle ich den laut fallender blätter
und trage ihre wärmende decke
klein geknüllt in den tiefen meiner manteltaschen 
eifersüchtig durch den winter.

mein netz zeichnet 
fischgrätmuster von rauhreif auf blätter und halme,
werfe ich es aus, ist die ernte glitzernd und kalt.

II

ich gehe fischen nach worten.
was alles hochkommt ans licht -
manches hellsilbernglänzend und kostbar
anderes eckig und blind.
viel weggeworfenes sammle ich
achtlos dahingesagt
gleichauf vergessen
schichte die buchstaben säuberlich
putze und staple den fang
auch den unnützesten
denn
immer findet ein wort
und sei es so klein noch 
so unscheinbar  
immer findet ein wort seinen weg. 

III

in den tiefen deiner träume werf ich mein netz aus
steige aus deinen augenhöhlen am morgen
hebe das netz
schillernd gefüllt mit den splittern vergangener tage
schlammpfützig verstopft mit trief und dreck
silberblinkend einsame schätze zerrinnen bei tageslicht, 
aufgerieben von sprache und lärm wie knasternder schlaf 
gerieben vom augenlid

und das tagmeer steigt an
flutet die nacht
schwemmt die sirenen hinweg
die ungeheuer und riesen
endlose treppen und gähnende schluchten
zurück in den tiefsten ozean
in die ebbe des traums. 


© 15.8.2017

Mobiles + Büchers

Lisa hat wundervolle Mobiles gebaut diesen Sommer.

Beim Betrachten der Bilder und Lesen ihres Posts mit dem Satz Man kann sie aber auf ausreichend großen Pappen vertüddelsicher ganz flach aufkleben und so transportieren und auch aufheben
fiel mir das einzige Mobile ein, das ich je gebaut habe und es in ziemlich großen steifen Pappen vertüdelsicher einpackte, denn es reiste nach Japan.
Ein paar Fotos gibt es noch davon: 





da durfte sie dann die Flügel ausbreiten, die große Eule mit ihrer freiheitsliebenden Fracht, die nach Tokio gesegelt kam....
Hmmm, ob es an der Zeit ist, mal wieder Mobiles zu machen? ....

                                         ***

Hier und jetzt sind Bücher dran. Ich möchte in einer sehr rührigen Buchhandlung am Ort workshops anbieten und stelle mich dort übermorgen mit einem kleinen Stapel selbstgebundener Bücher vor. Deshalb mussten auch die zwei letzten noch fertig werden!

Ein kleines Notizbuch aus "Schmierpapier", verdrucktem Kram, der im Büro sonst in den Müll wandert, Restseiten aus fast vollen Schulheften, kombiniert mit Foto-/Eintrittskarten-/Kleinkramtaschen aus schrägen Modefotos.


Die Drucklogos, die nicht mehr erkennbar sein sollten, sind überklebt...
Resteverwertung der besonderen Art. 
Die Umschlagpappen (Zeichenblockrücken, die wir hier immer sammeln) sind mit Geschenkpapier bezogen, das Frau Buchhändlerin justament im Laden anbietet. 



ich mag linked stitch.


Das andere ist ein größeres Notizbuch mit den wachs- bzw. seifenbestrichenen Papieren als Umschlagpapier. Sie lassen sich sehr angenehm verarbeiten, weich, griffig, schmiegig. 


koptisch. ich kämpfe immer noch. xtes tutorial, xte vorlage, xmal aufgezogen...

das ROT muss so. es pängt. 




 Treibt's bunt!

Samstag, 12. August 2017

Nette Sachen


In all dem Regen gibt es Lichtblicke.




Ein Flohmarktmorgen mit einem Leinenstoffefund.




Mit der Tochter durch den Regen ins Kino laufen und den wunderbaren Film "Weit" ansehen. Mit einem Kopf voller Bilder und einem leise ziehenden Fernweh wieder raus in den Regen. 
Ein Dokumentarfilm über eine Reise von 3 Jahren und 110 Tagen um die Welt, ohne zu fliegen, nur trampen, busfahren, laufen. Übers Meer per Schiff, 14 Tage. Atemberaubende Landschaften, die Begegnungen mit Menschen, Couchsurfing, Zelten in der Wüste. Wie sagt Gwen: Phantasie wird ersetzt durch Erfahrung. Und heim kommen sie zu Dritt. 

                                                    ***

Versuche mit Aquarell- und Wasserfarben auf verschiedenen Papieren: Ich wollte mein Umschlagpapier für ein Notizbuch selbst gestalten und die Oberfläche so behandeln, dass es zumindest ein bisschen geschützt ist. Notizbücher fliegen durch Taschen, segeln in Rucksäcken und stoßen sich Eselsohren....
Das rauhe Pseudo-Maschinenbütten (es ist ein ziemlich leichtes) nimmt die nassen Farben gut auf - aber unbehandelt ist seine Oberfläche zu empfindlich für einen Buchumschlag. 

hab natürlich vergessen es unbehandelt zu fotografieren, nur noch n Schnippel da.

Also was. Einen Bogen habe ich mit Kerzenwachs abgerieben. Das dann über dem restwarmen Ceranfeld in den Bogen eingerieben.
Die Farben beginnen zu leuchten, die Oberfläche wird griffig.


In der Spielkartenfabrik in Stralsund habe ich gelernt, dass die Karten früher mit Seife geglättet wurden.  Das hab ich beim andern Bogen probiert. Der Effekt ist vom Griff und dem Leuchten der Farben vergleichbar. Gefällt mir. Die Behandlung gibt dem Papier eine geschmeidige Haptik, die fast an Stoff erinnert. 


hier sieht man den Glanz und die Papierstruktur

Einen Bogen superglattes satiniertes Papier, der die Wasserfarben eher obenauf stehen lässt, habe ich ebenfalls mit Wachs abgezogen. Den werde ich später verarbeiten. Interessanter Effekt: Durch die Behandlung wird dieses eher starre Papier (es ist schwerer als das leichte Maschinenbütten) noch schwerer. Ich bin gespannt wie die Kanten sich verhalten beim Falzen. 
Ob sie brechen?


Wachsglanz

Hm. Ich werd noch ein bisschen mit anderem Papier, Wachs und Seife spielen. Leuchten und Haptik gefallen mir gleichermaßen. Ergebnisse zeig ich später.

Montag, 7. August 2017

Was Chutney mit Vollmond und grünen Tomaten zu tun hat

Dabei hatten sie so herrlich angesetzt! Der ganze Stock hing voll. 

Der GöGa schnitt alles braunfäulige raus und rettete die Tomaten. Aber sie sind alle schon befallen - nachreifen geht also nicht, weil sie schneller faulen als reifen. Grrrr. 
Rettung - Chutney!!
 
Tadaaa: 
 


Jaha. Sonniges Indischgeld falls noch irgendwelche durchkommen dieses Jahr. Hust.

Also alle in den Topf. Mit allerhand Zeugs mehr wie Äpfel, Knobi, Zwibullen, allerhand Gewürzen, scharf und süß und köcheln......köcheln.....köcheln......Bild nach 2 Stunden. 

update und danke an Heidi: Braunfäule ist wenn rausgeschnitten nicht bedenklich. Es besteht kein Gesundheitsrisiko sagt das Bundeszentrum für Ernährung. Danke trotzdem für den Hinweis zum Nachdenken...





Juhuuuu Ulrike!