Samstag, 6. August 2016

wolkenschiffe

wolkenschiffe
gestaffelt
ziehen westwärts
über unsrem zug
der uns wegträgt vom meer
der landschaft quert
uns mit sonnen- und wassersatten herzen
heimwärts fährt
wolkenschiffe
gestaffelt überm horizont
in langen linien
wie kinderwolken sind sie
gezeichnet
schlanke unterseiten
bäuche turmhoch
und oben schimmerts weiss wie schnee
wir ziehen südwärts
unter diesen wolken
die sich düstern
sonnenstrahlen filtern
regen schicken
sich zusammenklumpen türmen stapeln
im lauf des tages

während wir
dort unter ihnen
in einem dieser züge
die die lande queren
aus langeweile albern werden
gackern juxen singen
bis es seitenblicke gibt
neugierig-genervte oder böse

wir sitzen uns die hintern platt

alles ausgelesen
alles aufgegessen
bei jedem halt wirds leerer

der zug
ein helles band
eilt unter wolkenbergen
durch landschaft, die sich aufwölbt, huckeliger wird
mit burgen oder tälern prunkt
städte zünden lichter an
und langsam wird es nacht


Mittwoch, 3. August 2016

Himmel über der Ostsee




Ostseeferien IV

Museumsräucherei

Die Kieler Sprotten kommen schon immer aus Eckernförde. Bloß weil sie ab Postamt Kiel verschickt wurden, haben die Kisten den Aufdruck Kiel bekommen und heissen die Sprotten also heute noch so.



Ein Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine der letzten längst geschlossenen Räuchereien zum Museum zu machen, mit Schauräuchern und Führungen.

Endlich raucht der Räucherofen wieder!



 Begutachtung. Schon golden genug?


 Nein, nochmal rein, nachfeuern.

Jetzt aber. Raus aus dem Rauch. 

So sind sie richtig.




Ostseeferien III

St. Nikolaikirche






Ostseeferien II

Eckernförde














Ostseeferien

Wir sind wieder hier. 
Eine Woche Ostsee liegt hinter uns und wir sind wasser- und sonnensatt.
Radeln, laufen, essen, schlafen, trödeln, gucken. 




Wikingerdorf Haithabu bei Schleswig.  Das Dorf voller Ferienkinder, was es schwer machte, Fotos zu machen. Ich hab es gelassen. Verliebte mich wie immer ins Viehzeug. Wachteln, die mit einem Haushuhn im Gelände herumstromerten. 

Die Gallowayrinder, die zum Saufen ins Haddebyer Noor stiegen. Nebendran wir auf dem Steg und ein Wikingerruderboot. Im Nachmittag liegen und dösen (oder saufen und abkühlen, wie die knuffigen Rindviecher) 



 Mitten auf dem Weg ein Pfütze - wo kommt die her? Nein, es ist keine Pfütze, es ist eine Quelle, die hier, mitten auf dem Weg, leise pulsierend aus dem Sand sprudelt, winzige Strüdelchen mit eiskaltem klarem Wasser, das sich sammelt und überfließt, rüber  in die Wiese, zum Noor. 


Auf dem Heimradelweg (20 km und gemeinerweise wieder Gegenwind wie am Morgen) Rast in einer Dorfbäckerei 

 mit süchtigmachend guten Mohnstriezelstreifen. (äh, sie haben es nicht geschafft aufs Bild, zu schnell gegessen, zu klebrige Finger für die Kamera...)

Sonntag, 24. Juli 2016

Einzug


Ein paar Straßenzüge nebenan ein Einzug. 
Tataaa ein Kronleuchter.
Ich bin hingerissen, fahre heim, hole die Kamera. 
Der Umzugsmann guckt verdutzt als ich anfange, Bilder zu machen, lacht, 
"der ist aus Venedig!" bekomme ich erklärt. 
Zu schön. 








Fast eine kardanische Transportaufhängung... 
 

Echt, inklusive der toten Insekten im oberen Kristalltellerchen.