Samstag, 8. Oktober 2016

Blümchen

Im Garten blüht nicht mehr viel, von dem Herbstastern mal abgesehen, die Bienen tummeln sich darin. Als ich nach einem langen Gartennachmittag mit abwechselnd Sprühregen und Sonne heimgehe, sitzt eine dicke Hummel auf einer der letzten Blüten der Kokardenblume. Sie wirkt schlafend, festgekrallt an der Blüte, den Pelz pollenbestäubt. Es ist schon am dunkelwerden und nach Sonnenuntergang empfindlich kühl, ausserdem fängt grade wieder diese dumme Sprühregen an. Ich streichle Hummel und Blüte sachte über die Pelz und wünsche beiden eine nicht so kalte Nacht.


Beute wird zuhause ausgepackt:  Quitten.







 Und nochmal Quitten. Die großen sind Apfelquitten von der Nachbarin. 

Die kleinen tiefgoldenen sind alle von unsrer Zierquitte, Wildquitte. Sie ist stachelig wie ein Kreuzung aus Igel und Stachelschwein, wehrhaft ohne Ende. Ich bin zerstochen und zerkratzt, meine Hände sehen aus! 

Die letzten Tomaten eingesammelt:


Die Braunfäule nach den verregneten Sommerwochen haben wie immer die walzenförmigen San Marzano gut überstanden, die vom letzten Jahr selbst ausgesääte Green Zebra und zwei Sorten kleinere rotrunde und rotspitzige. Die peruanische Wildtomate ist ebenfalls braunfäuleresistent, die Früchte aber noch grün. Ich lasse sie hängen. Sie hatte sich von selbst ausgesäät, da der letzte Winter nicht so kalt war. Bei den ausgepflanzten Tomaten sind die Sortenschildchen perdu, ich weiss also nicht mehr bei allen, wer wer ist. Einiges Saatgut haben wir sogar aus Lettland. Wir vermehren jedes Jahr selbst. 



 Die Maiskolben werden wir treulich mit dem Hamster teilen,



den Topinambur auch. Diese große Hand voll Knollen stammt von einer Pflanze!

Jetzt brauche ich dick Handcreme für meine zerkratzten Pfoten und die Blümchen wollen auch noch in Szene gesetzt werden. Schwíerig bei der Beleuchtung.

Gartensträußchen

Letze Cosmeen, schlafender Kappenmohn, Herbstastern. Sie nehmen mir die Radtour nach Hause noch übel und sehn ein bisschen zerrauft aus. Ich schicke sie trotzdem zum Holunderblütchen zum friday flowerday.

Geisterfotografin im Fenster

Hoppla, gar nicht gemerkt, die Fotografin ist auf der dunklen Fensterscheibe - das wandert zu James' weekend reflections. 

Ich geh schlafen.  

Kommentare:

  1. Liebe Eva,
    dass Du Blüte und Hummel sachte streichelst und beiden eine nicht so kalte Nacht wünschst, finde ich sooooo schön. Du scheinst überhaupt eine große Tierliebhaberin zu sein, denn auch das Teilen der Maiskolben mit dem Hamster ist alles, nur nicht selbstverständlich!
    Ich wünsche Dir eine Woche, in der man auch Dir soooo viel gute Gefühle entgegenbringt und
    alles Liebe!
    Heidi

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  2. Tolle, farbenfrohe Ernte zum Wochenende, liebe Eva. Die Tomaten sehen wirklich lecker aus!
    Den Topinambur hätte ich jetzt gut für meine Lila-5-Min-Collage brauchen können... bin dabei rückwärts noch nachzuliefern.
    LG Ulrike

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