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Sonntag, 10. Juni 2018

Fünf Fragen am Fünften

Astrid hat mich wieder drauf gebracht, Luzia Pimpinella fragt ja monatlich die 5 Fragen am Fünften. Ja ja ja der Fünfte ist rum, ich hinke hinterher wie immer.

1.   Wenn du emigrieren müsstest, in welches Land würdest du auswandern und warum?

Schwierig. An eins an der Ostsee denke ich. Lettland? 


Riga von oben
 Oder ins Burgenland, in die Nähe des Neusiedler Sees.  Wasser in der Nähe zu haben wäre unabdingbar.

2.   Nach welchen Kriterien suchst du einen Film aus und fällt es dir schwer, ihn einfach auszuschalten und nicht zu Ende zu gucken, wenn du ihn dann doch nicht so gut findest?

Es fällt mir nicht schwer auszuschalten, oder, wenn der Mann weiterschauen will, in mein Zimmer zu gehen. Manche Filme sind so "nee, muss ich mir jetzt nicht angucken", dass ich unter Umständen schon nach 10 Minuten abdrehe. 
Kriterien zum Aussuchen, hm. Ne gute Besprechung, ein interessanter Trailer, eines der Kinder sagt, "Mama, hast Du schon den geguckt?" Oder kommt und sagt "gucken wir zusammen?" 

gewebtes Wandbild aus eine Ausstellung in Riga 2014

 SchauspielerInnen oder RegisseurInnen, die ich schätze. Ansonsten lass ich mich auch gerne überraschen. 

3.   Wann hast du das letzte Mal zusammen mit anderen gesungen?

Mittwoch vor 3 Wochen in einem Feierabendchor. Fand ich nicht soo prickelnd. 
Einen Mittwoch später mit 11 anderen Frauen in einem Kreis stehend, Schulter an Schulter, nur tönen. Jede den Ton, der aus ihrem Tiefsten kommt. Nah einer Weile erwächst eine Dynamik, werden wir gemeinsam lauter, leiser, steigen die Töne und sinken, trägt und umhüllt uns ein Kokon aus 12 Stimmen. Das war grandios!

 
4.   Was ist dir im Bezug aufs andere Geschlecht ein komplettes Rätsel?

Der so vollkommen andere Dreckpegel.  Das Ego mancher Typen. Mansplaining nervt ohne Ende. Da kann ich mittlerweile auch echt unfreundlich werden, auch bei Kunden....
 
5.   Was liegt auf deinem Nachttisch herum?



Ein blechernes Hühnchen, Geschenk der liebsten Freundin, ein Engel aus Ton, getöpfert vom Sohn, ein Buchlicht, Geschenk vom GöGa, meine Tabletten, Tasse Wasser, mein alter laut tickender Rappelwecker, dessen Stehenbleiben mich nachts weckt, Minzöl gegen Kopfschmerzen, Vaseline für die Lippen und wichtig, liegt nicht da, hängt dahinter, ein Bild in die Kuppel der Synagoge von Szeged. 

Bei mir gehört der Blick ins Bett dazu, da liegen die Bücher. Ich schlafe ohnehin im Bücherregal....


 
und weil ich bei den Maifragen nicht mitgemacht habe, aber eine der Fragen mir so gut gefällt, hopst die jetzt noch hinterher!

Was machst du an einem Tag, der einfach nur für’n Arsch ist? Also, um dich aufzumuntern?

Musik hören. Tanzen. 

Hierzu vielleicht: 
 Dakha Brakha!!  

oder Alsarah and the Nubatones




Donnerstag, 5. April 2018

5 fragen am 5ten

Die liebe Luzia Pimpinella fragt wieder 5 Fragen und ich sitze nachts vor'm Rechner, zähle die Stunden, die ich noch Zahnwummern aushalte, ehe ich die letzte noch vorhandene Tablette nehme um schlafen zu können.

1. Mit welchen berühmten Persönlichkeiten würdest du gerne mal eine wilde Party feiern?
Hmpf.  Okay, sie schreibt dazu, muss nicht wilde Party sei, kann auch Sit-in mit deep-shit-Gespräch sein. Passt besser glaube ich. Mit Sy Montgomery. Seit ich ihr Octopusbuch gelesen habe bin ich neugierig auf diese Frau!

2. Singst du laut im Auto, wenn du allein unterwegs bist?
Ich singe laut auf dem Fahrrad!  Nicht immer, aber gelegentlich und sehr begeistert. Grins.

3. Gibt es Sprüche oder Redewendungen, die ihr regelmäßig benutzt? Wenn ja, welche?
Wenn eine/r der Familie etwas ausgesprochen überflüssiges fragt, kommt gerne ein "Du bist 43 Jahr un Elektroinscheneur, Du derfschd aach 7 Bällcher Eis esse" - Badesalzzitat. 
Es kommt auch gern "alter ländlicher Brauch" - ein Zitat aus einem Hepburn-Tracy-Film.

Ein meistgehasster Elternspruch war "stell Dich nicht so an!" - den verwende ich nicht.
(Uff, Stirn wisch)
Ein weiterer (Erklärung: Ich habe immer, auch heute noch, an der Fingerhaut gepittelt oder gekaut bei Nervosität, starkem Druck, Unsicherheit, Überforderung, wenn alles zu viel - und mache das manchmal heute noch) also weiterer Hassspruch wenn ich dabei erwischt wurde: "haste Hunger?" - das habe ich zutiefst gehasst und immer gedacht, "lass mich doch in Ruhe, ich pittle - DU RAUCHST." Ich hab mich nie getraut, das zu entgegnen. Auch den Spruch gibt es in unserer Familie nicht. (Jedes Kind pittelt oder lutscht oder kaut mal)

4. Glaubst du, dass es Menschen mit einer grundsätzlich positiven oder auch grundsätzlich negativen Aura gibt?
Ja. Absolut. Einer meiner Kunden, ein junger Afghane, der nach 6 Jahren in Italien nun in unserer Stadt lebt, am Anfang noch etwas mit der Sprache haderte - Hände, Füße, Englisch, Deutsch, mein rudimentäres Latein-Italienisch und  viel Lachen - hat eine Ausstrahlung, so was hab ich noch nicht erlebt. Er kommt rein und die Sonne geht auf. Positiv. So umwerfend!
Und er ist immer so, ob er jetzt beruflich was bei uns zu tun hat oder ich an der Pizzeria vorbeiradle, in der er jobbt, er guckt, winkt, strahlt.  Sonne.

Als ich noch ziemlich klein war, hatte die Freundin meiner Oma, Tante Pepi, noch einen Bruder, der bei ihr lebte, Onkel Valtin. Ich habe ihn immer und ausschliesslich meckernd, schlechtgelaunt und unfreundlich wahrgenommen. (und kein Wort verstanden, das kam auch noch dazu) Die Beiden waren damals schon um die 70.  Als Kind macht man um so nen Menschen einen Bogen. Oder hat Angst. Oder Beides.
Ich grabe grade in meiner Erinnerung und stelle fest, dass auch Menschen, die ich unglaublich mies in Erinnerung habe, keine komplett negative Aura hatten - eher eine, wie soll ich sagen, sehr unausgeglichene.  Was am Tag Y okay war, brachte am Tag X einen Wutanfall zur Entladung; Menschen, bei denen ich nicht wusste, in welches Messer laufe ich heute? Ich glaube das ist schlimmer als ein Mensch, den man, wenn auch komplett negativ, einordnen kann.

5. Was machst du meistens um drei Uhr nachmittags?
Kochen. Jedenfalls unter der Woche. Bis halb vier/vier sind dann meist auch die Andern zuhause und haben Hunger. Manchmal bin ich um drei auch noch arbeiten oder auf dem Heimweg einkaufen.  Bin ich zu spät, habe keine Lust zu kochen, muss ich oder wer anders gleich wieder weg, dann schmieren wir uns Stullen.
Am Wochenende verschiebt sich das Kochen meist in den Abend oder mein Mann kocht.  

                                                          *   *   *

Weil ich den März verpeilt habe, nehme ich mit jetzt die Freiheit, die 5 Märzfragen noch schnell hinterherzuschieben. 

1. Wenn du ein Gericht zum Essen wärst, was wärst du dann?
Butterbrot. Grad aus dem Ofen, noch heiss, abbrechen, Butter drauf.
Oder so ne Sammelsuriumpfanne aus Resten, Kartoffeln, bisschen Paprika, ein Stück Tomate, halbtote Zwiebel kleingeschnippelt, Brokkoliübriges, viel Gewürze rein (zB Raz el Hanout) und viel Käse drüber.

2. Welches Buch oder welche Bücher liebst du so sehr, dass die es / sie mehr als einmal gelesen hast?
Das ist ne ganze Latte, ich gehöre zu dem absoluten Wiederleserinnen.  Schätzings Das unbekannte Universum über die Tiefsee ist eines der Bücher, die den Leseplatz am Kopfende eigentlich nie verlassen. Ein Sachbuch, das mich schon mehrere Jahre begleitet. Die Bücher von Toni Morrisson, am liebsten Heimkehr und Salomons Lied. Witwe für ein Jahr von John Irving und auch Twisted River. Der fliegende Berg von Christoph Ransmayr und Die letzte Welt, auch von ihm. Alle Krimis von Kathy Reichs, Friedrich Glauser, Gisbert Haefs und Fred Vargas. Christa Wolfs Medea. Die Gedichtbände von Les Murray. Harry Mulischs Die Entdeckung des Himmels. Das stille Mädchen von Peter Hoeg. Ich höre hier auf. Meine Regale sind gestopft voll mit Büchern, die allesamt mehrfach gelesen wurden und wieder gelesen werden. Jedes Buch, das ich nach einmal lesen für nicht wiederlesenswert befinde, fliegt raus. (Es sind immer noch zu viele in den Regalen...) Ach, zwei noch: Die Kinder der Finsternis von Wolf von Niebelschütz. Mit historischen Romanen kriegt man mich selten, aber der Dachs von Ghissi (Kinder der Finsternis) ist einfach umfassend recherchiert und grandios erzählt. Und wird alle paar Jahre wiedergelesen. Genauso wie das wunderbar gut geschriebene Besessen von Antonia S. Byatt.

3. Entschuldigst du dich zu oft?
Nö. Berufsbedingt schon mal auch für Zeug, das nicht wir verbockt haben, aber man entschuldigt sich halt. In der Familie hab ich es mir angewöhnt, da meine Mutter sich nicht bei mir für egal was entschuldigen konnte und ich mir ganz ganz fest vornahm, so wirst Du nie.
Aber das braucht Übung!  Nein. Ich entschuldige mich nicht zu oft. Dazu bin ich zu hitzköpfig. Ich fluche schnell, laut und heftig.

4. Wann und über was hast du das letzte Mal laut gejubelt?
Als meine Freundin, die darauf echt lange wartete, endlich schwanger war.
Bei unserer letzten Probe, als der aufgenommene take so gut geklappt hat, dass wir uns abklatschten und freuten wie blöd. (Naja eigentlich hab ich eher verhalten gejubelt, weil ich's garnicht so richtig glauben konnte.)

5. Wenn Geld keine Rolle spielen würde, wo würde deine nächste Reise hingehen und wie würde sie aussehen?
Eh, okay, sie wäre wohl was länger. Und ob ich alles mit der Bahn schaffen würde, mal gucken. Bis Constanza in Rumänien geht ein Nachtzug von Deutschland über Österreich und Ungarn, mit dem sind wir mal bis Budapest mitgefahren, also Constanza, mit der Fähre nach Odessa und von Odessa aus mit der Fähre über das schwarze Meer nach Georgien. Georgien muss grün und sehr lieblich sein, landschaftlich. Da würde ich gerne mich treiben lassen.  Von dort aus weiter, Armenien/Aserbeidschan, Iran. Mit Freunden aus/in Schiraz treffen. Kennt Ihr den Film "Weit" - unbedingt anschauen. So würde ich nun nicht reisen wollen, per Autostop und mit 5€ am Tag, dazu bin ich zu alt und traue es mir auch nicht zu, aber mit dem Zug durch Europa bis Asien, ja, das fänd ich sehr verlockend. Zeit dürfte auch keine Rolle spielen. Genügend Zeit für jedes Land.... und Menschen kennenlernen.

So, nun warte ich bis morgen früh, dann verlink ich's bei Luzia.
Treibt's bunt!

update: Der Zahn ist draussen und jetzt hab ich Schmerzmittel intus für den Z. n. chirurgischem Eingriff, wie die Krankschreibung vermeldet. Menno, Drama in 4 Akten, seit 2015, endlich zu Ende.



Dienstag, 13. Februar 2018

fünffragenamfünftenbismonatsendeoffen

Ha da draussen ist ne neue linkliste unterwegs. Grmpfl die von Januar hab ich verpeilt, obwohl ich über Astrid mitgelesen hatte. 
5 Fragen am Fünften - aber muss nicht am 5. online, darf man/frau rumschreibseln dran bis 28./30.31.ten.... Das mag ich, denn 12 von 12 verrassle ich immer, weil ich ab früh schon fotografieren müsste, dran denken, abends rüberspielen, hochladen, oh vergiss es, krieg ich nie hin. 

Luziapimpinella fragt im Februar: 

1. Bist du morgens nach dem Aufwachen gleich richtig munter?
 Äh, ja. Ich kann loswuseln, Essen machen, schlecht gelaunt sein, rumquasseln, Ruhe geniessen, sehr verschieden. Tagesformabhängig, würde ich sagen. Aber munter? Auf jeden Fall. 

Ich erinnere mich, da war ich ca. 8 oder 9, wir lebten noch nicht soo lange im neuen Haus, ich hatte ein Kinderzimmer mit Dachfenster. Ich war früh wach, wenn es hell war (bis heute hasse ich Rolläden. Ich muss den Himmel sehen können) kuschelte mich in meine Decke, kletterte auf die Kommode unterm Dachfenster und hing halb draussen, Blick in den Osten, bis die Sonne oben war. Keiner wach ausser mir, Licht, das heller wird, frösteln an den Füßen, die Decke noch schlafwarm um mich. Das habe ich geliebt. (man kann ja danach immer wieder ins Bett gehen. Kicher) 

2. Würdest du gern in die Zukunft blicken können?
Nein. Ich will nicht wissen, wer vor mir geht. 

3. Bist du gern allein?
Ich kann gut allein sein. Ich kann es genießen, ungestört zu sein, mein Ding zu machen. Ich kann aber auch geniessen, dabei zu wissen, ich könnte jederzeit aufstehn und unter Menschen gehen.  Ich bin gern zwischendurch für ne Stunde, zwei, nen Tag... allein, wenn das Leben so schmerzhaftanstrengend ist wie zu Zeit mit kranker Hälfte.  Liegt daran, dass ich schon in den Ferien mit 7/24 Familie den Koller kriege. Raus muss. Allein sein. Wind, Luft, bewegen, schauen, atmen, Selbstgespräche halten (soo wichtig. Seelenhygiene) Wenn ich dann so eingespannt bin, gebraucht werde, mich sorge, sind diese Auszeiten noch viel wichtiger. 

4. Traust du dich, als Erste auf die Tanzfläche zu gehen?
JAAAAAAA. Platz!!! Ich kann lostanzen, Moves ausprobieren, die Brille absetzen, evtl. Schuhe aus, mich null und nothing um blöde Blicke scheren, tanzen, bis ich alle bin. Genuß pur. Viel zu selten....  Neulich mit Freunden, wir waren unter den ersten sechs, sieben Leuten auf der Tanzfläche. So geil. Und gute Mucke. Mitsingen bei Michael Jackson. Voll durchtanzte zwei Stunden. (länger geht nicht, da macht dann die Kondition die Grätsche.)
Wir sind gegangen, als die Tanzfläche zu voll wurde. Heim, duschen, lach.

5. Was war bisher die spontanste Aktion deines Lebens?
Umpf. Lange her. Segelschein gemacht. Und nach der Prüfung mit nem Kumpel nach Verona gefahren vom Mondsee aus. Hui, wir sind weg. 
Oder nach dem Abi, in einer Nachfetenaktion beschliessen, hey Leute, lass uns nach Paris fahren. Was wir taten. Nachts. 
Mit Kindern wurden Spontiaktionen schwierig. Musste man immer so viel Gesummse mitnehmen, lach. 
Würde ich gerne wieder machen, merke ich grade.

Luzia, danke für die 5 Fragen. Möbeln den Kopf auf, ich muss lachen, komme ins Quatschen. Froi.