Sonntag, 11. Dezember 2016

draussen sein


Samstag hatten wir Besuch und sind bei sich langsam lichtendem Nebel rausgegangen auf einen Spaziergang zum Garten.

Anfangs war die Welt Richtung hessischer Rheinseite noch neblig, während sie sich auf der rheinlandpfälzischen langsam besonnte. Die Bilder sehen verwaschen aus.




 Im Gonsbachtal dann war es wirklich sonnig. 









Die Bepflanzung am Damm machte uns neugierig. Zwei botanisch neugierige Frauen krauchen im Kraut rum.




Hagebuttenüberfluß!



Bis wir zuhause waren, gabs Mond und Abendlied. 



 verlinkt zur Raumfee in heaven.




Dienstag, 6. Dezember 2016

adventsmailart


 Die Adventsmailart 2015 hatte mir so viele schöne bunte verrückte verschiedene Katzenkarten beschert, dass ich sie in meinen breiten Türrahmen klebte und ein Jahr lang mich daran freute!





Bis gestern abend.

Ich habe sie abgehängt  (schnief)
und Platz gemacht für die Neuen. 

Den Stapel Karten werde ich mit der Waisenkinderbindung zusammennähen. Eine schöne Übung für die jetzige Adventsmailart, auch wenn ich die Karten wahrscheinlich auch erst mal ein Jahr hängen lasse, lach. 

Jetzt sind aber die Neuen da und sie sind wieder verrückt, unterschiedlich, etwas weniger bunt und allesamt schön !!

Ich stelle vor: 


Nummer eins die Auftaktkarte (wie sie selber nannte) von Silke:



Ein schneezartes schwarzweiss Muster, ich war begeistert (auch wenn mir der Schnee selbst noch ne ganze Weile davon bleiben kann). So filigrane Schneeflocken zu stempeln! Toll. Herzlichen Dank!

Die zweite Karte war dann schon meine. Ich blieb im Herbst, wenn dann bunt....


Der Rapport ist weniger filigran, dafür in 90° Schritten gedreht und zweifarbig. 
Nicht wundern, andere von Euch haben ein Weihnachtssternmuster erhalten. Ich konnte mich nicht entscheiden und hab beides gedruckt und gemixt verschickt.  Vom Weihnachtssternmuster, das eigentlich ein karolingisches Fliesenmuster ist, habe ich kein Foto gemacht. 

Nummer drei trudelte ein, ein herrliches Sternenmuster von Sandra. 


Das hell-dunkel-Muster in den sechs einzelnen Sternabschnitten, immer versetzt geschnitten + gedruckt, hat es mir angetan.  Eine ganz tolle Karte, danke!

Nummer vier von Kristina nahm witzigerweise die gleiche Idee auf. Sterne, diesmal dunkel auf gelb gedruckt. Die Wirkung ist ganz anders, mich erinnert sie an Feuerwerk, danke! Es ist so spannend, zu sehen, wie Ihr alle das Thema ähnlich und immer wieder anders und neu umsetzt!


Nummer fünf kam von Esther. 


 Gedruckt hat sie auf Landkartenpapier, hernach auf Karton gezogen. Piz de Stabi, schweizer Alpen.  Die Wechselwirkung zwischen dem zarten "sprechenden" Hintergrund und dem kraftvollen Stern- und Tannenmuster finde ich sehr gelungen! Vielen Dank. 

Mit der Nummer sechs kam heute ein ganz reduziertes Tannenmuster 
von Imke an. 


Weihnachtsbäume und bunte Kugeln, witzig umgesetzt, danke Dir! Oh ich merke grade, die gelben Kugeln sieht man hier garnicht. Aber auf dem Türrahmenfoto unten.


Reingemogelt: andere karolingische Fliesen. Ein Versuch über die Unmöglichkeit, ein Vierermuster mit nur drei zur Verfügung stehenden  verschiedenfarbigen Schamotten zu legen. Wo: Abtei Rommersdorf bei Neuwied, bloß nicht so bunt! 


Und hier hängen sie, die ersten Adventsmailartkarten: 


Bis alle 24 da sind, werde ich bei diesem Kartenformat heuer auch den zweiten Türrahmen füllen....











Dazwischen:
"Froggy"
und "Lächeln"
von meinen Kindern gezeichnet und gestempelt.

Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Karten!







Sonntag, 4. Dezember 2016

Vögel......

Wie das so ist. Das Tochterkind hat ein Chorkonzeter und Mutter hat natürlich kein Foto durchstreichen keinen Fotoapparat bei. Aber ich will ja zuhören. Ausserdem wäre das Tochterkind auf Bildern mittig durchschnitten gewesen von einem Mikrofonständer, der wenig nützlich dumm rumstand. 
Sie haben schön gesungen, bloß das Keyboard war verstimmt - dass das überhaupt geht?! fragten sich die ohrenverziehenden augenrollenden  Eltern der Chortochter und die Tochter hernach, "gell, das war schrecklich?!" bejaht sie, "es klingt schrecklich. Sie hatten in der Eile kein besseres." Der Vater brummt, "wieso nicht die Orgel?" Wir sammeln uns ein, summen noch ein bisschen und wandern heimwärts.

Baustellengezwungen gingen wir großzügig umwegig die Isenburgstrasse lang und fanden uns mitten im Sammelpunkt der umliegend anwohnenden Rabenkrähen, die ihre Meetings wie aufgefädelt auf dem Dachfirsten der Gerichtsgebäude abhielten. Jetzt begann mich das nichtdabeihaben einer Kamera zu fuchsen. Flugs heim, selbige umgehängt, wieder rausgehoppelt und Weg zurück, nuja, genau die 10 Minuten fotofähiges Restlicht waren rum, alles ebbes unscharf. Dennoch.
Vögel. Hier:  


Ach ja der Mond war so schön mit Abendstern.... 
Jetzt aber: 
 



Geschrei bitte dazudenken! 

 









Das musste ich auf dem Heimweg noch mitnehmen: Bizarres Treppenhauslicht im Dunkeln.

Freitag, 2. Dezember 2016

Küchenglück

Endlich wieder Herbst und Winteressen.
Rotkraut. So viel frisch kochen, dass mindestens der halbe Topf für mich reicht. >Was, ich soll Euch die Nelken und Wachholderbeeren rausfischen? Pfft, Pienzchen seid ihr. Mitessen! Okay, das Lorbeerblatt darfst Du danebenlegen.<
Sauerkraut im suppenden Beutel vom Markt heimgetragen. In Apfelsaft und Wein gekocht und mindestens 3 Äpfel rein.
Weisskohl, geschmort mit leidlich fettem Schweinefleisch. Oder ohne, dann aber mit Fenchelsamen und fett Knobi. Chillierädchen dazu und etwas Zucker.
Rosenkohl halbiert und schnell gegart, so dass er noch Biss hat, mit Zitrone und Vanille. Und Zwiebelchen, klar. Dann schmeckt er nicht mehr kinderschreckmäßig matschig bitter, sondern überraschend frisch.
Wirsing. Nur mit Öl, Zwiebel, Pfeffer, Muskat, klein bisschen Kümmel. Den groben blanchieren in Salzwasser mit Natron. Und dann hurtig durch die Pfanne gejagt, dass er noch Farbe behält. 
Und Kartoffeln dazu. Pelle. Anderntags Bratkartoffeln. Duftiger Kartoffelbrei. Rohgebratne oder Ofenkartoffeln. 

Es ist Herbst. 
Ich hab nen neuen Herd, hatte ich es erwähnt? 
Er piepst. Albern, so was. 

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Licht

Michaela gibt als Monatsthema Licht vor.
Engel sind Licht.
Auch die aus Blättern.
Crataegusengelchen.


eines der Büroengelbrüderchen....

Mittwoch, 30. November 2016

Komm Freund! Fassung hrfzts 27....

Lange nichts geschrieben. Arbeit ist grad absorbierend. Zwischen all den Rechnungsstapeln, die es der gefräßigen Datenbank gegenzurechnen und einzuspielen gilt, was ich nun schon wochenlang mache, entwickelt die dritte Festplatte im Hirn ein sonderbares Eigenleben und schreibt sich das Gedicht von neulich ständig um. Was dann in etwa so aussieht: Rechnen, tippen, rechnen, Angebot rauskopieren, verschicken, rechnen, Kuli nehmen und auf der Handfläche eine Zeile notieren, rechnen, ein Wort auf einen Zettel schreiben und in's Brillenetui stecken, Angebot ausdrucken, kopieren, rechnen, tippen, eine Zeile auf die Rückseite eines Briefes schreiben, mit den Worten hadern und ganz viele ausstreichen, überlebende auf postit's notieren und auf's Brillenetui kleben, rechnen, tippen...usw. Mein Brillenetui sieht aus, grins.

Als Anhängerin der absoluten Reduktion lyrischer Texte wird's schließlich (und vorläufig?) dieses hier:


Komm, Freund

Mein Haus hat seine brennend' Jacke an,
doch Sturm hat ihm die Schultern blank geweht. 
Nun sieht es schief aus und
als ob es fröre.
Wir stopfen uns die Bälger aus mit Blättern -
die Rippenbögen aufgefüllt mit Feuerlaub,
so dass kein Atemzug mehr frostig knirscht.
Es liegt der Herbst Dir unter Deinen Sohlen wie lebendig Gold.

In Häusern gehen Lichter an
als spielten sie Adventskalender.
Wir stehen draussen, zählen Türchen.
Von drinnen sind wir unsichtbar.
Komm!
Nimm den Herbstwind an die Hand
und lass uns ziehn. 

                 #######                       
 Immerhin gerade richtig für eine liebe Freundin, die nächste Woche für ein halbes Jahr nach Asien geht.  

Das spätnachmittägliche Aufflammen all der Fenster der Häuserreihen hinter dem Schulhof im Sonnenunterganglicht für ein paar Minuten, ehe die Sonne hinter den westwärtigen Häuserhorizonten absteigt, kriege ich nicht in passende knappe Bilder gefasst, die ihre Zeile fänden. 
Aber ich genieße es jeden Nachmittag, falls ich zu der Zeit zuhause sein kann. Denn die Sonne schafft es schon seit Wochen nicht mehr in mein Zimmer. Nur am Nachmittag als feurige Spiegelung des Sonnenuntergangs in meinem Rücken. 

Ansonsten: Ein letztes Mal für dieses Jahr den Sommer einfangen. Pochierte Quitten nach diesem Rezept und mein leiser Ärger, dass ich diese Seite nicht früher fand, als ich noch jede Menge duftendes Gold in der Wohnung verteilt herumliegen hatte. Nun ja. Nächstes Jahr, neues Küchenglück.  





Ich liebe Quitten, hatte ich's schon erwähnt? Und so altmodische Sachen wie Kompotte in Weckgläsern, für den Winter. Ein Erbe meiner Oma.

Was dieser November echt gut kann: Spektakuläre Sonnenaufgänge: 



  in diesem Sinne: Treibts bunt!
 
 

Freitag, 25. November 2016

Für den Lidschlag einer Ewigkeit

Wenn alles über Dir zusammenschlägt
Such Deiner Seele Flügel 
Bind sie an einen Engel an
und lass Dich tragen hoch

flieg hoch  
noch höher, höher,
bis der Lärm verstummt   

nur noch der Wind - das Blut - Dein Herzschlag
in Deinen Ohren rauscht  

Wenn alles über Dir zusammenschlägt
Such Deiner Seele Flügel 
Bind sie an einen Engel an
und lass Dich tragen hoch

lass alles los  
was an Dir zieht und zerrt 
lass dieses Karussell am Boden
alleine seine Kreise drehn

getragen von den Schwingen 
vergehen Dir
Unruhe,  Sorge oder Angst  
Kein Wollen mehr, kein Wunsch


Beruhige Dein rastloses Herz
für den Lidschlag einer Ewigkeit.


(c) 2010/2016